Wem hilft der neue Reifen?

"Auch Ferrari hat sich beschwert"

Impressionen - Formel 1 - GP Spanien - 9. Mai 2013 Foto: xpb 93 Bilder

Pirelli hat auf die Klagen der Teams bei den ersten vier Rennen reagiert. Der harte Reifen bekommt einen niedrigeren Arbeitsbereich und hat die gleiche Mischung wie 2012. Jetzt rätseln alle, wem diese Maßnahme am meisten hilft. Mark Webber, Felipe Massa und Jenson Button meinen: Es bleibt alles beim Alten.

Bei den ersten vier Rennen haben sich viele Teams über die Reifen beschwert. Die einen lauter, die anderen diplomatischer. Pirelli hat sich nach den Erfahrungen von Malaysia und Bahrain zu einer Änderung am harten Reifen entschlossen. Es ist im Prinzip der gleiche Reifen wie vorher auch, nur mit einer Mischung von 2012.

Arbeitsbereich verschiebt sich nach unten

Dadurch verschiebt sich der Arbeitsbereich nach unten. Der harte Reifen entwickelt jetzt nicht mehr erst bei 35 bis 40 Grad Asphalttemperatur optimalen Grip, sondern bereits bei 15 bis 35 Grad. Damit ist er dem Options-Reifen für Barcelona sehr ähnlich. Auch der Medium-Gummi bringt seine beste Haftung in diesem Temperaurfenster.

Doch was heißt das für die Teams, die vehement einen neuen Reifen gefordert haben und für die anderen, die mit diesem Reifen leben konnten. Sind damit die Kritiker Red Bull und Mercedes automatisch im Vorteil und die Stillhaltefront um Ferrari und Lotus die Opfer?

Felipe Massa glaubt das nicht. "Es war ja nicht so, dass wir mit dem harten Reifen glücklich gewesen wären. Auch wir haben uns beklagt." Mark Webber sieht es genauso. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeiner jemals das Fenster des harten Reifens getroffen hat. Deshalb ist es ein Vorteil für alle, wenn der Arbeitsbereich jetzt größer geworden und leichter zu treffen ist."

Red Bull und Mercedes haben mehr unter Reifen gelitten

Doch genau das ist der Punkt. Der Red Bull RB9 und der Mercedes AMG W04 haben mehr als andere Autos darunter gelitten, wenn die Reifen dieses magische Fenster verlassen haben. Weil sie zu viel Abtrieb produzieren und dann den Gummi so malträtiert haben, dass es ihn in Fetzen von der Lauffläche zog. Red Bull hat es in Melbourne und Shanghai bitter erfahren. Mercedes-Teamchef Toto Wolff erklärt: "Bei uns lag das Problem darin, dass wir nie wieder in das Fenster zurückkamen, wenn wir mal rausgerutscht sind."

Damit sind die neuen Reifen automatisch auch ein Vorteil für Mercedes und Red Bull. Weil es einfacher geworden ist, das Arbeitsfenster zu treffen. Mit 15 bis 35 Grad liegt man in Europa auf der sicheren Seite. Es wird weder viel kälter noch viel heißer. Jenson Button erwartet in Barcelona keine großen Änderungen zu den Wintertests. "Es wird ein ganz hartes Rennen, da die Temperaturen kühl bleiben sollen. Damit werden wir nicht weit von den Bedingungen im Winter entfernt liegen." Damit wäre Mercedes Favorit vor Ferrari und Red Bull.

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