Felipe Massa - Williams - GP Japan 2017 sutton-images.com
Porträt Felipe Massa - Formel 1 2014
Mark Webber 2002 GP Australien McNish Salo Massa
Peter Sauber und Felipe Massa
Felipe Massa
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Massa muss zittern

Wer fährt 2018 bei Williams?

Williams sucht Fahrer und Geld, aber nicht unbedingt Fahrer mit Geld. Felipe Massa ist nicht automatisch gesetzt. Der Traditionsrennstall braucht 2018 eine starke Saison, um Sponsoren anzulocken.

Williams lässt sich mit der Fahrersuche Zeit. Technikchef Paddy Lowe bestätigt: „Es scheint so, als hätten wir eines der letzten offenen Cockpits im Zirkus. Wir nehmen uns Zeit, um die bestmögliche Lösung für uns zu finden.“ Da Lance Stroll gesetzt ist, muss Felipe Massa zittern. Das Team vertröstet den Mann, der seine Rente aufschob, um Williams nach dem Transfer von Valtteri Bottas zu Mercedes auszuhelfen.

Lowe beruhigt die Gemüter: „Felipe ist immer noch auf unserer Liste, sehr hoch auf der Liste, aber wir sind es uns schuldig, alle Optionen zu prüfen, die dieses Team vorwärts bringen können.“ Noch im Oktober sollen zwei Testfahrten in Silverstone und auf dem Hungaroring mit dem 2014er Auto stattfinden, bei denen sich die Ingenieure ein Bild von Robert Kubica und Paul di Resta machen wollen.

Die beiden Veteranen sind auch die heißesten Kandidaten, Massa zu ersetzen, auch wenn Lowe sagt: „Die Liste unserer Optionen ist beinahe unendlich. Erfahrung ist ein wichtiger Faktor, aber nicht der einzige.“ Das brächte dann wieder Fahrer wie Pascal Wehrlein, Daniil Kvyat, Marcus Ericsson oder Jolyon Palmer ins Spiel.

Massa hätte 30 Punkte mehr haben können

Angeblich wünschen sich die Ingenieure einen Fahrer, der sie mehr fordert als Massa. Doch sind es wirklich die Ingenieure und nicht Lance Strolls Vater Lawrence, der Gerüchten zufolge immer mehr die heimliche Macht im Team sein soll? Angeblich zeigt sich Stroll senior von der technischen Entwicklung des Autos enttäuscht. Es ging in diesem Jahr eher rückwärts als vorwärts.

Massa protestiert. „Ich bin noch nicht aus dem Rennen.“ Der Vize-Weltmeister von 2008 wundert sich, dass er überhaupt in Frage steht. „Ich bin immer noch schnell, ich bin motiviert, habe viel Erfahrung, kann den Ingenieuren helfen und habe eine gute Saison, auch wenn es von den Ergebnissen vielleicht nicht so aussieht. In Sotschi, Barcelona, Montreal, Baku, Singapur und Sepang habe ich durch Defekte, Reifenschäden oder die falsche Strategie in Summe 30 Punkte verloren. Baku hätte ich gewinnen können. Zum Zeitpunkt des Ausfalls lag ich vor Ricciardo.“

Braucht Williams Geld?

Williams - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 5. Oktober 2017
ams
Williams verliert 2018 gleich zwei Sponsoren.

Möglicherweise geht es um mehr als nur Speed und Erfahrung. Massa wurde von Williams gebeten, für 2018 sein Gehalt zu reduzieren. Das deutet auf eine angespannte Finanzlage hin. Mit Randstad und Avanade werden zwei Sponsoren das Team am Ende der Saison verlassen. Der Vertrag mit Hauptsponsor Martini läuft Ende 2018 aus.

Williams hat in seiner Halbjahresbilanz einen Umsatz von 73,5 Millionen Euro gemeldet. Mit Gewinn. Das lässt auf ein Budget von rund 140 Millionen Euro für diese Saison schließen. Was man aus diesen Zahlen nicht herausliest: Der Traditionsrennstall hängt jetzt schon zum Teil am Tropf von Lawrence Stroll. Der kanadische Milliardär will seinen Obolus in Zukunft reduzieren.

Ein zweistelliger Millionenbetrag für die Freigabe von Bottas wurde als Einmalzahlung verbucht. Diese Summe wird 2018 im Etat fehlen. Williams braucht deshalb im nächsten Jahr eine gute Saison, um für Sponsoren wieder attraktiv zu sein.

Massa sieht keinen Grund, warum die Namen, die gerade als sein Ersatz gehandelt werden, einen besseren Job machen sollten als er. Und er wundert sich, was Williams mit den Testfahrten mit dem 2014er Auto bezweckt. „Mit diesen Autos lernst du nicht viel. sie haben viel weniger Abtrieb als die aktuellen Autos, Reifen mit weniger Grip und Motoren mit weniger Leistung. Es kommt dir aber wie viel Leistung vor, weil du so wenig Abtrieb hast. Das verlangt einen ganz anderen Fahrstil.“

Für Massa würde keine Welt zusammenbrechen, wenn er am Ende auf der Strecke bleibt. Er hatte sich ja schon vor einem Jahr mit der Rente abgefunden. Der 36-jährige Brasilianer will aber auch nicht ewig warten: „Es wäre schön, wenn ich vor meinem Heim-Grand Prix wüsste, woran ich bin.“

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