Wieder 20 Autos in Abu Dhabi

Caterham kehrt zurück

Kamui Kobayashi - Caterham - Formel 1 - GP Singapur - 19. September 2014 Foto: xpb 13 Bilder

Das Formel 1-Feld schrumpft nicht mehr. Es wächst. In Abu Dhabi stehen 20 Autos am Start. Caterham kehrt zurück. Der Insolvenzverwalter gab grünes Licht, weil der Kauf von Teamdevotionalien die erforderte Summe von 2,35 Millionen Pfund erbracht hat.

Caterham kehrt in die Formel 1 zurück. Zumindest für das Finale in Abu Dhabi. Das gab Insolvenzverwalter Finbarr O‘Connell am Freitag (14.11.2014) bekannt. Er bedankte sich bei den Formel 1-Fans, die das Comeback mit dem Kauf von Devotionalien des Teams möglich gemacht haben. Gefordert war eine Summe von 2,35 Millionen Pfund, um die dringlichsten Forderungen von Gläubigern begleichen zu können.

Der Insolvenzverwalter zeigte sich selbst überrascht: "In nur einer Woche haben wir das Unmögliche möglich gemacht. Es war der einzige Weg, das Team am Leben zu halten und es für mögliche Käufer interessant zu halten. Caterham ist weiterhin ein Rennstall. Er wird beim Finale in Abu Dhabi asntreten. Mir fehlen die Worte, den Fans zu danken, die das möglich gemacht haben.“

Wer fährt die zwei Caterham?

Nach Aussage des Insolvenzverwalters hätten sich in den letzten Tagen mögliche Käufer gemeldet. Der Einsatz beim letzten Rennen bedeutet, dass Caterham seine Formel 1-Lizenz behält. Ob das Team nach dem Zusammenbruch von Marussia auf den zehnten Platz aufrückt und damit Anrecht auf eine Auszahlung von rund 40 Millionen Dollar aus Bernie Ecclestones Kasse hat, ist noch nicht geklärt. Laut Ecclestones Aussage in Sao Paulo ist ein Aufrücken nicht vorgesehen. Trotzdem ist der Einsatz der Fans eine Ohrfeige für die Formel 1-Drahtzieher. Weil er der Unfähigkeit des GP-Zirkus eine Lösung für die Strukturprobleme zu finden, den Spiegel vorhält.

Es ist unklar, wer für Caterham in Abu Dhabi an den Start geht. Marcus Ericsson hatte vor wenigen Tagen erklärt, dass er sich von Caterham getrennt habe. Er hätte allerdings ein Anrecht auf einen Sitz, da sein Sponsor bereits bezahlt hat. Kamui Kobayashi steht auf Abruf in Japan bereit. Möglicherweise wird ein neuer Paydriver die Kasse füllen. Rubens Barrichellos Mitgift war zunächst nur für den GP Brasilien gedacht. Fraglich ob seine Geldgeber auch einen Einsatz in Abu Dhabi bezahlen würden. Testfahrer Roberto Merhi fehlt weiterhin die Superlizenz.

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