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GP Malaysia 2010
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Formel 1: Wieder Chaos in Malaysia?

Die Angst vor dem Regenguss

Bisher kam der Wolkenbruch jeden Tag pünktlich zwischen 17.00 und 17.30 Uhr. Man hätte gar kein Wetterradar gebraucht. Doch am Renntag wird der Wetterservice von Meteo France zum möglicherweise rennentscheidenden Werkzeug für die Teams.

Der GP Malaysia 2009 gab einen Vorgeschmack. Auf dem Podest standen nicht unbedingt die drei schnellsten Fahrer. Auf Sieger Jenson Button trifft das vielleicht noch zu. Timo Glock und Nick Heidfeld jedoch fuhren sich mit kluger Taktik auf die Ehrenplätze neben Button. Sie hatten zum richtigen Zeitpunkt auf die richtigen Reifen gewechselt.

Regen fast sicher - nur wann?

Das kann auch am Sonntag eine Rolle spielen, vor allem dann, wenn der Regen mit Verzögerung eintritt. Im letzten Jahr hatte es zehn Runden lang nur genieselt, bevor der Himmel richtig die Schleusen öffnete. Und da stellte sich dann die große Reifenfrage: Slicks, Intermediates oder Extremwetterreifen.

Da man mit Regen am Sonntag fast sicher rechnen kann, stehen die Teams schon am Samstag in der Qualifikation vor der Entscheidung, wie hoch man die Autos setzen soll. Je höher, umso größer der Abtriebsverlust, aber auch umso mehr Spielraum im Regen. Wer zu tief fährt, surft bei viel Wasser auf der Piste von der Strecke.

Wetterradar als Hilfe

Am Sonntag wird auch das Wetterradar die entscheidende Rolle spielen. Normalerweise schaltet Meteo France das System zwei Stunden vor dem Start ein. Die Teams können dann das Wetter in einem Radius von 128 Kilometern auf ihren Bildschirmen verfolgen. Doch das Klima in Malaysia ist so speziell, dass zwei Stunden vor dem Start noch keinerlei Prognosen zu treffen sind. Erst eine halbe Stunde vor Rennbeginn macht es Sinn, sich eine Strategie auszudenken.

"Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und der Nähe zum Meer ist die Wetterlage sehr labil", weiß Sauber-Teammanager Beat Zehnder. "Ein Grad rauf oder runter, ein bisschen mehr oder weniger Wind, davon hängt ab, wie viel Wasser aus den Wolken fällt." Eines ist auch ohne Radar sicher. Bei einer Startzeit von 16 Uhr kann man am Sonntag wieder mit einem turbulenten Grand Prix rechnen.

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