Wieder Wirbel um England-GP

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Die Werbeagentur Interpublic, Promoter des Großen Preises von England, kauft sich nach dem diesjährigen Rennen in Silverstone aus dem Vertrag frei. Die Zukunft des Rennens liegt nun in den Händen von Bernie Ecclestone.

Eigentlich hatte die Interpublic-Gruppe die Rechte am britischen Grand Prix bis 2015 erworben, doch nach dem Rennen 2004 ist Schluss. Für 93 Millionen Dollar kaufte sich das Unternehmen frei. Interne Berechnungen hatten ergeben, dass die Ausrichtung des Rennens bis zum regulären Vertragsende 460 Millionen Dollar gekostet hätten.

Angeblich hat die Agentur mit ihren Motorsportaktivitäten seit 1999 bereits 350 Millionen Pfund in den Sand gesetzt. Erst im Januar hatte Interpublic vier Rennstrecken, darunter Brands Hatch, mit Verlust an den Ex-Formel 1-Fahrer Jonathan Palmer verkauft. Vorstandschef David Bell verkündete nun: "Wir sind froh, unserem Ausstieg aus dem Motorsport-Geschäft ein großes Stück näher gekommen zu sein."

Minenfeld Silverstone

Das Rennen in Silverstone erwies sich für potenzielle Investoren seit Jahren als Minenfeld. Wetterkapriolen und Verkehrs-Chaos erforderten einen kostspieligen Ausbau der Verkehrswege. Zudem ist die komplette Rennstrecke renovierungsbedürftig.

Die Rechte am England-GP fallen nun zurück an die FOA, ein Unternehmen von Bernie Ecclestone. Dieser hat selbst nach eigener Aussage 35 Millionen Dollar in den Kurs in Northamptonshire gesteckt und mault seitdem lautstark, dass der ehemalige Militärflugplatz als Formel 1-Bühne nicht mehr tauge.

Streckenchef: "Rechte in guten Händen"

Ob hoffnungsvoll oder ironisch, jedenfalls meldete sich der Betreiber der Rennstrecke, der British Racing Drivers Club (BRDC) öffentlich zu Wort: "In der Erwartung, dass Herr Ecclestone den Britischen Grand Prix zu erhalten wünscht, begrüßen wir den Erwerb der Rechte durch die Formula One Administration (FOA)", heißt es in dem Statement.

"Die Rechte liegen nun in Bernies Hand, und da sind sie in guten Händen. Wir alle wissen, dass Silverstone große Investitionen benötigt, und nun sind die Chancen, neue Gelder zu bekommen gestiegen", sagt Strecken-Geschäftsführer Andrew Waller. Interpublic hatte zuletzt signalisiert, dass größere Ausgaben für die Streckenrenovierung nicht eingeplant seien.

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