Willi Weber

"Beleidigte Intelligenz"

Foto: dpa

Der Manager von Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher, Willi Weber, hat am ersten Verhandlungstag vor dem Amtsgericht Stuttgart bestritten, den ehemaligen Rennleiter Udo Wagenhäuser zu einer Falschaussage angestiftet zu haben.

"Es beleidigt meine Intelligenz, wenn man mir so etwas vorwirft", sagte der 63-Jährige am Donnerstag vor dem Amtsgericht Stuttgart. Er habe Wagenhäuser niemals irgendetwas angeboten.

Die Staatsanwaltschaft wirft Weber vor, er habe sich bei Wagenhäuser für dessen Falschaussage im Rechtsstreit mit dem Journalisten Burkhard Nuppeney erkenntlich gezeigt. Weber und Nuppeney betreuten 1988 zwei junge Rennfahrer: Weber kümmerte sich um Michael Schumacher, Nuppeney hatte das Motorsporttalent Frank Schmickler unter Vertrag. Die Manager hatten vereinbart, Einkünfte aus den Vermarktungsverträgen mit den jungen Talenten zu teilen, um ihre Risiken zu vermindern.

Da Schmickler im Gegensatz zu Schumacher erfolglos blieb, berief sich Nuppeney auf den Vertrag mit Weber und verklagte diesen auf ihm zustehende Vermarktungsanteile am mehrfachen Formel-1-Weltmeister in Höhe von fünf Millionen Euro.

Udo Wagenhäuser: "Habe gelogen"

Das Oberlandesgericht Stuttgart wies die Klage 1999 mit der Begründung ab, der Vertrag zwischen Nuppeney und Weber sei 1990 beendet worden. Das hatte Wagenhäuser im Prozess bestätigt. Für diese Falschaussage verurteilte ihn das Stuttgarter Amtsgericht 2004 zu einer einjährigen Bewährungsstrafe. Am Donnerstag gab Wagenhäuser als Zeuge zu, im damaligen Zivilprozess gelogen zu haben. Er habe kein Geld von Weber bekommen, doch habe er auf eine Geschäftsbeziehung mit dem Schumacher-Manager gehofft.

Weber sagte, der Vertrag mit Nuppeney sei schriftlich gekündigt worden. Diese Kündigung habe der ehemalige Geschäftspartner auch "sieben Jahre gelebt". Erst dann habe er Geld von ihm gefordert. Der Prozess wird am 23. Juni fortgesetzt. Das Urteil soll am 18. Juli verkündet werden.

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