Williams 2006 mit Cosworth-Motoren

Foto: Daniel Reinhard

Nach sechs Jahren mit BMW wird Williams 2006 mit Cosworth-Power an den Start gehen. Frank Williams besiegelte die neue Partnerschaft am Samstag (23.7.) in Hockenheim mit dem Cosworth-Mitbesitzer, dem Amerikaner Kevin Kalkhoven.

Das englische Team wird von dem Motorenlieferanten kräftig zur Kasse gebeten: 13 Millionen Dollar muss Williams als Beitrag für die Entwicklung an die Motorenschmiede überweisen.

Das Bündnis mit Cosworth ist aus Sicht von Williams nur logisch: Denn nach langem Streit und gegenseitigen Schuldzuweisungen war das Tischtuch zwischen BMW und Williams zerschnitten. Die Münchner hätten zwar laut Vertrag 2006 nochmals Motoren an Williams liefern müssen - wären dafür allerdings bezahlt worden. Neue Auseinandersetzungen sind programmiert: Denn es ist strittig, ob die Sponsoren Hewlett-Packard und Allianz im nächsten Jahr auf den Williams prangen oder auf den Sauber-BMW.

Williams-Vertrag sichert Cosworth-Überleben

2006 ist für Williams ein Übergangsjahr. Erst 2007 haben die Briten die Chance, mit Toyota ins Geschäft zu kommen. Toyota-Rennsportchef John Howett gab zu: "Frank Williams war in Japan um über Motorenlieferungen zu verhandeln. Die Angelegenheit ist jetzt aber wieder bei uns gelandet.“ Im nächsten Jahr könne man nur ein Kundenteam - Jordan/Midland - beliefern.

Bereits 1988 musste Williams ein Jahr lang mit Kundenmotoren vorlieb nehmen. Nach dem Ende der Partnerschaft mit Honda setzte das Team auf Triebwerke von Judd. Ein Jahr später begann die sehr erfolgreiche Ehe mit Renault.

Der Vertrag mit Williams sichert Cosworth das Überleben in der Formel 1. Denn der bisherige Partner Reed Bull wechselt 2006 zu Ferrari, und Minardi wird wahrscheinlich aus Kostengründen auf den Einsatz des 2006 obligatorischen V8 verzichten und statt dessen mit stark eingebremsten V10-Triebwerken an den Start gehen.

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