Williams

Durchwachsenes Ergebnis

Foto: dpa

Williams-BMW, vor Wochen noch sehr selbstbewusst bei der Präsentation des revolutionären FW26, spielte auf den Schlussrängen vier und fünf in Melbourne nur die dritte Geige.

„Natürlich kann ich mit dem heutigen ergebnis nicht zufrieden sein“, sagte Ralf Schumacher nach seinem vierten Platz im Ziel, das er mit dem beträchtlichen Rückstand von über einer Minute hinter seinem Bruder und knapp einer halben Minute hinter Renault-Pilot Fernando Alonso sah. „Aber gemessen an meinem Startplatz, habe ich immerhin vier Plätze gut gemacht. Jedoch eine Sekunde Rückstand pro Runde auf Ferrari, das ist sehr Besorgnis erregend. Das hatte ich nicht erwartet“, klagte der jüngere Schumacher-Bruder. „Ich denke, es lag sowohl am Chassis als auch daran, dass die Reifen körnten. Wir müssen unser gesamtes Paket verbessern. Das kann ein paar Rennen dauern, aber wir werden es schaffen.“

Teamkollege Juan Pablo Montoya gab sich nach dem Rennen reuemütig: „Ich habe aus meinem dritten Startplatz nichts gemacht. Direkt beim Start wollte ich meine Position gegen Alonso verteidigen, aber dabei bin ich in der ersten Kurve ins Gras gerutscht und habe vier Plätze verloren.“ Danach konzentrierte sich der Kolumbianer vor allem darauf, den jeweils richtigen Moment zum Überholen einiger Konkurrenten zu nutzen. „Die Angriffe waren nicht einfach. Die Balance meines Autos war nicht ideal, außerdem haben meine Reifen teilweise stark gekörnt“, war Montoya unzufrieden. Zudem klemmte beim dritten und letzten Stopp kostete obendrein noch etwas Zeit.

„Insgesamt war unsere Vorstellung im Vergleich zu Ferrari und Renault nicht gut genug“, übte Williams-Chefingenieur Sam Michael Selbstkritik, „aber wirklich schlecht ist das Ergebnis auch nicht. Beide Fahrer haben Punkte geholt und wir liegen nach dem ersten GP der Saison auf Rang zwei der Konstrukteurs-WM.“

BMW-Motorsport-Direktor Mario Theissen sagte: „Insgesamt entspricht das Ergebnis nicht ganz unseren Erwartungen, insbesondere nicht der Rückstand auf Ferrari. Das Ferrari-Team hat gezeigt, dass es nach wie vor der Maßstab in der Formel 1 ist.“ Im Gegensatz etwa zu Mercedes hat sich BMW über das ganze Wochenende keinerlei Kilometerbegrenzung auferlegt. Am kompletten Rennwochenende legten die BMW-P84-Motoren 1.294 Kilometer zurück, die im Qualifying und Rennen mit voller Drehzahl absolviert wurden, ohne jegliches technisches Problem.

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