Williams-Enttäuschung beim GP USA

Boxenstopp-Pannen und Taktik-Fehler

Felipe Massa - GP USA 2014 Foto: xpb 42 Bilder

Williams wurde beim GP USA von Daniel Ricciardo überrascht. Felipe Massa und Valtteri Bottas beendeten das Rennen nicht direkt hinter Mercedes, sondern auf 4 und 5. Grund für das verpasste Podium waren mehrere Kleinigkeiten.

Eigentlich war die Hackordnung vor dem Rennen klar. Nach den Mercedes-Piloten hatten die Experten Williams als zweite Kraft auf dem Radar. Doch im Rennen kam es anders. Nicht Felipe Massa oder Valtteri Bottas durften aufs Treppchen klettern, sondern Daniel Ricciardo. Der Red Bull-Pilot nutzte die Gelegenheiten, die sich ihm boten, und fuhr den beiden weißen Autos davon.

"Natürlich sind wir enttäuscht", zieht Chefingenieur Rob Smedley Bilanz. "Wir sind auf 3 und 4 gestartet und auf 4 und 5 ins Ziel gekommen. Wir haben als Team 5 Punkte verschenkt. Es lief nicht wie geplant."

Massa verliert Rang 3 beim zweiten Stopp

Der entscheidende Moment war der zweite Boxenstopp von Felipe Massa. Der Brasilianer lag mit 2,5 Sekunden Vorsprung auf Ricciardo auf Platz drei. "Wir dachten das reicht. Der dritte Sektor der Inlap war aber nicht perfekt, beim Stopp haben wir eine Sekunde verloren und beim Wegfahren hatten wir Wheelspin. Damit waren die 2,5 Sekunden dann weg", erklärt Smedley.

Viele fragten sich jedoch, warum das Team zuerst Bottas und dann Massa reinholte. Schließlich lag Massa auf der besseren Position, Bottas hing hinter Ricciardo auf Platz 5. Smedley erklärt: "Wir haben zuerst Valtteri reingeholt, weil seine Reifen abgenutzt waren. Wir wollten ein oder zwei Runden fahren, bevor Daniel stoppt. Wenn Felipe reingekommen wäre, hätte Daniel gleich wieder gestoppt und wir hätten die Chance verloren, Valtteri durchzuschleusen."

Williams schätzt Reifen falsch ein

Die Rechnung ging jedoch nicht auf. Neben den Taktik-Fehlern hatte man auch die Reifensituation falsch eingeschätzt. Die Ingenieure waren überrascht, wie gut der Prime-Reifen funktionierte und wie wenig er abbaute. Diese Erkenntnis kam aber zu spät. Den härteren Reifen ließ man bei beiden Fahrern erst nach dem letzten Stopp aufziehen. "Wir sind mit den falschen Annahmen über die Reifen ins Rennen gegangen", gab Smedley zu.

Auch die Technik spielte nicht ganz mit. Am Start hatte Bottas seinen 3. Platz an den Teamkollegen abgeben müssen. Anschließend klagte er über Kupplungsprobleme. "Wir haben unsere Messungen gemacht, aber es ist wie mit Felipes Stopp, es sind immer kleine Sachen. Es ist nicht der Fehler des Fahrers oder meiner. Manchmal kommen einfach mehrere Dinge zusammen."

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