Feuer Williams GP Spanien 2012 dpa
Feuer Williams GP Spanien 2012
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Feuer Williams GP Spanien 2012 36 Bilder

Williams-Feuer in Barcelona

Noch ein Mechaniker im Krankenhaus

Beim großen Feuer in der Williams-Garage ist die Formel 1 knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Von den 31 behandelten Personen ist nur noch ein Williams-Mechaniker mit Verbrennungen im Krankenhaus. Der Sachschaden ist dafür umso größer.

Eine Portion Glück und das schnelle Eingreifen von Helfern verschiedener Teams haben dazu geführt, dass der Brand in der Williams-Garage am Sonntag (13.5.) nach dem GP Spanien einigermaßen glimpflich ausgegangen ist. Sieben Minuten vor dem Ausbruch des Feuers stand noch die komplette Mannschaft nur wenige Meter von der Explosion entfernt zum Mannschaftsfoto vor der Box. Als Panik ausbrach, waren viele Mechaniker zum Glück schon außer Reichweite.

Teams löschen Williams-Feuer gemeinsam

Die meisten Verletzungen - Rauchvergiftungen, Verbrennungen, Schnittwunden - kamen als Folge der Löschversuche. Wagemutig kämpften sich Helfer von vielen verschiedenen Teams mit Feuerlöschern durch den dichten, beißenden Qualm, um ein Übergreifen der Flammen auf andere Boxen zu verhindern.

Fernsehbilder zeigen, wie Mechaniker von Williams, HRT, Toro Rosso, Marussia und Force India gemeinsam den großen Löschschlauch an der Boxenrückwand ausrollen und erfolgreich zum Einsatz bringen. Von den lokalen Rettungskräften war zu diesem Zeitpunkt noch längst nichts zu sehen.

Die Bilanz des Feuers fällt somit auch noch relativ glimpflich aus. 31 Personen mussten nach dem Feuer im Medical Center behandelt werden. Sieben Mechaniker, von den Teams Williams, Caterham und Force India kamen zu weiteren Untersuchungen in örtliche Krankenhäuser.

Noch ein Williams-Mechaniker im Krankenhaus

Die meisten Verletzten sind mittlerweile schon wieder in England. Nur ein Williams-Mann, der Verbrennungen erlitten hat, ist noch in Behandlung. Er sei allerdings stabil und guter Hoffnungen und könne in den nächsten 48 Stunden die Heimreise antreten, erklärte das Team am Montagabend.

"Jeder bei Williams ist extrem erleichtert, dass dieses Ereignis so schnell eingedämmt werden konnte und sich der Schaden relativ in Grenzen hielt", teilte das Teamchef Frank Williams mit. "Dieser Unfall kam gleichermaßen unerwartet wie unerwünscht, hat aber den ehrlichen Zusammenhalt, die Kameradschaft und den Geist der Zusammenarbeit innerhalb des Formel 1-Fahrerlagers gezeigt."

Der 70-Jährige bedankte ich für die Hilfe und den Einsatz aller Beteiligten. "Die überraschende Reaktion der Teams und des Fahrerlagerpersonals kam unmittelbar, ohne Vorbehalte und war überwältigend."

Senna-Chassis noch zu retten

Das Team bestätigte auch, dass man trotz des Schadens in Monaco starten wird. Das Chassis von Bruno Senna, das sich zum Zeitpunkt in der Garage befand, kann repariert werden. Schlimmer hat es dagegen die IT-Infrastruktur getroffen. In den hinteren Räumen der Garage, wo das Feuer besonders stark gewütet hat, haben die Ingenieure ihren Computer-Kommandostand untergebracht.

Konkurrent McLaren hat bereits seine Hilfe für das Rennen in Monaco angeboten, falls Williams es aus eigener Kraft nicht schaffen sollte, das zerstörte Equipment zu ersetzen. Zu der Ursache gibt es noch nichts Neues. Williams arbeitet gemeinsam mit der FIA und den spanischen Behörden an der Untersuchung des Unfalls. Noch immer ist die wahrscheinlichste Theorie, dass eine Betankungsanlage Feuer fing und explodierte.

In unserer Galerie haben wir die spektakulären Bilder des Feuers.

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