Williams FW43 - F1-Auto für 2020 Williams
Williams FW43 - F1-Auto für 2020
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Williams FW43 - F1-Auto für 2020 21 Bilder

Williams FW43 für F1-Saison 2020

Neue Aero auf alter Architektur

Williams hat sein neues F1-Auto für die Saison 2020 vorgestellt. Mit neuer Lackierung und neuer Technik soll endlich die Wende eingeleitet werden. Wir stellen Ihnen den FW43 im Detail vor.

2019 durchlebte Williams eine wahre Horror-Saison. Der alte FW42 kam vor 12 Monaten schon zu spät zu den Testfahrten. Bis das unreife Auto den Anschluss an den Rest des Feldes geschafft hatte, verging eine halbe Saison. Am Ende kam lediglich ein Pünktchen beim Chaos-Rennen in Hockenheim heraus. Williams landete in der Teamwertung abgeschlagen auf dem letzten Platz.

2020 soll nun alles besser werden. Der alte Technikchef Paddy Lowe, der für das Chaos zu Saisonbeginn verantwortlich gemacht wurde, ist entsorgt worden. Im Laufe des Jahres wurde die Technikabteilung in Grove komplett umstrukturiert. Parallel analysierten die Techniker, wo die größten Problemzonen des FW42 liegen, um die Fehler beim FW43 nicht noch einmal zu wiederholen.

„Wir wagen einen Neustart mit dem ganzen Team“, erklärte Teamchefin Claire Williams anlässlich der Präsentation des neuen FW43. „Wir sind all unsere Schwächen angegangen und haben sichergestellt, dass wir alle Positionen mit den richtigen Leuten besetzen, dass die notwendigen Strukturen geschaffen werden und dass ausreichend Ressourcen vorhanden sind, damit wir wieder konkurrenzfähige Rennwagen bauen können.“

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Williams
Der Williams bekam eine neue Lackierung. Und auch technisch hat sich einiges getan.

Neuer Look, neue Technik

Der Neuanfang bei Williams wird optisch schon durch eine neue Lackierung sichtbar. uf die Seitenkästen und den Heckflügel wurde großflächig ein kräftiges Rot gepinselt. Die Frontpartie und der Halo-Bügel bekamen blaue Akzente verpasst. Nach dem Abgang von Partner Rexona nimmt Hauptsponsor Rokit nun mit seinem Logo mehr Platz auf der Seite des Autos ein.

Wichtiger als der neue Look ist natürlich die neue Technik. Dem allgemeinen Trend folgend bekam der FW43 eine schlankere Nase. Der Cape-Flügel darunter setzt nun etwas weiter vorne an. Auf Höhe des S-Schachts montierten die Ingenieue neuerdings zwei kleine Finnen auf dem Vorderbau. Auch die Vorderrad-Aufhängung wurde komplett umgebaut, was vor allem am Anlenkpunkt der oberen Querlenker an den Radträgern sichtbar wird.

Direkt dahinter geht es mit neuen Bargeboards und neuen, aerodynamisch optimierten Rückspiegeln weiter. Auch die vertikalen Leitbleche neben den Seitenkästen bekamen ein Facelift. Apropos Seitenkästen: Die großen Kühleinlässe wanderten weit nach oben und sind deutlich verkleinert worden. An den Flanken wurde der FW43 ebenfalls verschlankt. Die Verkleidung zieht sich nun deutlich früher zusammen als beim Vorgängermodell.

Die Motorhaube wurde auch im Heck ordentlich umgebaut. Der Kamm am oberen Ende der Carbonhülle ist deutlich stärker ausgeprägt, wie es das neue Reglement verlangt. Weite Neuerungen im hinteren Teil des Autos betreffen die Aufhängung der Hinterachse und die Endplatten des Heckflügels. Es scheint, als habe Williams beim neuen Auto wirklich keinen Stein auf dem anderen gelassen.

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Williams
Was die Größe der Kühleinlässe in den Seitenkästen angeht, kann Williams mit den Top-Teams mithalten.

FW43 basiert auf Vorgängermodell

Obwohl das Auto äußerlich komplett neu erscheint, spricht Chefdesigner Doug McKiernan von einer Evolution: „Wir haben uns die Schwachpunkte des FW42 genau angeschaut und uns dafür entschieden, unseren Entwicklungsfokus auf die Bereiche zu legen, die uns bei unseren beschränkten Ressourcen die größten Leistungssprünge versprechen. Das grundlegende Layout des Autos wurde allerdings nicht verändert.“

Nicht nur aus Kostengründen übernahmen die Ingenieure die alte Archtektur. Die Techniker wollten auf einer bekannten Basis aufbauen um nicht wieder mit neuen Problemen bei Null zu beginnen. Außerdem erhofft man sich damit eine ordentliche Zuverlässigkeit vor allem im ersten Teil der Saison.

Die Zahlen, die der Windkanal ausspuckt, seien laut McKiernan vielversprechend. In Sachen Kühleffizienz konnte man ebenfalls große Fortschritte erzielen. Weitere Punkte, die besonders weit oben auf der To-do-Liste der Ingenieure standen, beinhalten die Verbesserung des mechanischen Grips, die Optimierung der Bremsen und des Verringerung des Gesamtgewichts des Autos.

Kurz nach der Veröffentlichung der ersten Computer-Bilder versendete Williams auch einige Fotos, die das Auto beim Shakedown in Barcelona zeigen. George Russell durfte die ersten Runden mit dem neuen FW43 drehen. Wir haben die Bilder des Autos in Action und die interessantesten Technik-Details in der Galerie.

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