Williams Geschäftsergebnis

Gewinn liegt bei 7,6 Millionen Pfund

Williams FW34 Präsentation Foto: Williams 9 Bilder

Sportlich läuft es bei Williams nicht nach Maß. Das Geschäft dagegen stimmt. Das seit März 2011 börsennotierte Unternehmen hat 2011 Umsatz und Gewinn gesteigert.

Abzüglich der Investitionen im Hybrid-Sektor weist die Williams-Gruppe für letztes Jahr einen Gewinn von 7,6 Millionen Pfund, umgerechnet mehr als 9 Millionen Euro, aus.

Williams steigert Umsatz um 14,9 Prozent

Die abgelaufene Formel 1-Saison endete mit einer Enttäuschung. Der frühere Abonnement-Weltmeister Williams landete nur auf Platz neun. Es war das schlechteste Ergebnis seit 1977. Geschäftlich läuft es dagegen gut bei Williams. Der Umsatz der Gruppe wurde im Jahr 2011 von 91,0 auf 104,5 Millionen Pfund (124, 3 Millionen Euro) gesteigert. Das ist ein Anstieg um 14,8 Prozent. Auch der Gewinn wurde erhöht. Von 6,3 auf 7,6 Millionen Pfund (9,04 Millionen Euro).

Williams ist mehr als nur ein Formel 1-Rennstall

Die Kasse ist immer noch gut gefüllt. Präsident Adam Parr berichtet: "Die Gruppe hat ein starkes Ergebnis erzielt. Am 29. Februar 2012 betrug unsere Nettoeinlage 29,2 Millionen Pfund."

Williams ist längst nicht mehr nur ein Formel 1-Rennstall. Das Team aus Grove verkauft Technologie. HRT bezieht das Getriebe von Williams. Auf Kers wurde in letzter Minute aus Kostengründen verzichtet. Caterham hat den zweiten Windkanal in Grove gemietet. Audi und Porsche setzen die Williams-Hybridtechnologie mit Schwungradspeicherung in der Sportwagen-WM und der GT-Serie ein. Die Regierung von Qatar plant mit Williams den Einsatz der Schwungradtechnologie für ein landesweites Bahnnetz. Zu diesem Zweck wurde auf der Halbinsel im Arabischen Golf ein Technologiezentrum errichtet. Die Investitionen für die Entwicklung des Antriebs für das Monorail-System haben den Gesamtgewinn um 1,9 Millionen Pfund gedrückt. 

Maldonaldo-Deal könnte Wahlkampfthema in Venezuela werden

Doch die Zusammenarbeit mit den Qataris könnte eines Tages der Rettungsanker für Williams werden. Man arbeitet in Grove immer noch an einem Sponsorabschluss mit der National Bank of Qatar. Die Finanzspritze wird dann lebensnotwendig, wenn kein Geld mehr aus Venezuela fließt.

Noch sollen von der venezolanischen Ölindustrie pro Jahr rund 27 Millionen Pfund auf das Williams-Konto fließen. Dafür bekommt Pastor Maldonado ein Cockpit. Die Opposition in dem südamerikanischen Land stellt den von Regierungschef Hugo Chavez abgesegneten Deal allerdings in Frage. Das könnte im anstehenden Wahlkampf ein Thema werden.

Die Williams-Aktie wurde heute, Freitag den 9. März um 11.00 Uhr mit 19,37 Euro gehandelt. Sie zeigte sich nach dem Tiefststand im August vergangenen Jahres mit 12,10 Euro wieder ganz gut erholt. Frank Williams hat übrigens kürzlich seinen Sitz im Direktorium der Firma geräumt und seine Tochter Claire aufrücken lassen. Sein ehemaliger Partner Patrick Head schied schon am 31. Dezember 2011 aus dem Vorstand der Williams Group aus.

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