Technik-Hilfe für Williams

Getriebe kommt 2019 von Mercedes

Sergey Sirotkin - Williams - GP Deutschland 2018 Foto: xpb 32 Bilder

Wird Williams bald schon ein B-Team von Mercedes? Nächstes Jahr bezieht der Rennstall aus Grove Getriebe und Hinterachse aus Brackley. Bei der Fehlersuche am aktuellen FW41 gibt es einen ersten Lichtblick. Der neue Frontflügel funktioniert.

Williams dümpelt mit 4 Punkten weiter am Ende des Feldes herum. Sauber und Toro Rosso sind fast schon uneinholbar enteilt. Trotzdem gibt es jetzt den ersten Lichtblick. Nachdem bislang alle Versuche, dem Auto seine Launen auszutreiben ins Leere gelaufen sind, hat der neue Frontflügel einen Fortschritt gebracht.

„Er macht das, was wir von ihm erwarten“, notierte Technikchef Paddy Lowe in Hockenheim zufrieden. Mit anderen Worten. Die Strömung unter dem Auto und zum Heck ist endlich etwas stabiler geworden.

Nächstes Williams-Upgrade in Spa

Williams - GP Deutschland - Hockenheim - Formel 1 - Donnerstag - 19.7.2018 Foto: ams
Der neue Williams-Flügel (oben) brachte in Hockenheim den erhofften Fortschritt.

Der 12. Startplatz von Sergey Sirotkin war das beste Trainingsergebnis seit langer Zeit. Der Russe schaffte es aus eigener Kraft ins Q2, war nur 45 Tausendstel langsamer als Fernando Alonso und 0,034 Sekunden schneller als Marcus Ericsson. Zuletzt lagen McLaren und Sauber noch außer Reichweite für Williams.

Der neue Frontflügel war nur ein erster Schritt. Er zeigte den Ingenieuren, dass sie den richtigen Weg eingeschlagen haben. „Leider ist das nicht unsere einzige Baustelle“, gibt Lowe zu. „Je mehr du gräbst, desto mehr Schwachstellen deckst du auf.“

Das soll sich ändern. Williams erwartet für den GP Belgien ein weiteres Upgrade. Leitbleche und Unterboden müssen noch an das neue Flügelkonzept angepasst werden. Danach konzentriert sich das Designbüro in Grove nur noch auf das 2019er Auto.

Williams kauft Mercedes-Getriebe

Für 2019 wurden noch weitere Weichen gestellt. Im nächsten Jahr bezieht Williams von Mercedes nicht nur die Antriebseinheit, sondern auch das Getriebe und die Hinterradaufhängung. So ähnlich macht es auch Force India, die von Mercedes Getriebe und Hydraulik einkaufen.

Ist das der erste Schritt von Williams hin zu einem B-Team von Mercedes, wie es Ferrari und HaasF1 praktizieren? Williams würde das im Moment noch dementieren. Doch vielleicht bleibt dem Traditionsrennstall mittelfristig keine Wahl mehr.

Wenn Lawrence Stroll sein Geld auf Force India setzt, wird es irgendwann knapp mit dem Williams-Budget. Und dann ist es vielleicht notwendig, noch intensiver bei Mercedes shoppen zu gehen. Dann hilft der Stolz und die ganze Historie des nach Ferrari und McLaren dritterfolgreichsten Rennstalls der Formel 1 auch nicht weiter.

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