Felipe Massa - Williams - GP China - Shanghai - 6.4.2017 xpb
Williams - Formel 1 - GP China - Shanghai - 6.4.2017
Sauber - Formel 1 - GP China - Shanghai - 6.4.2017
Sauber - Formel 1 - GP China - Shanghai - 6.4.2017
Safety Car - Formel 1 - GP China - Shanghai - 6.4.2017 135 Bilder

Williams das erste Mal im Regen

„Du kannst wie ein Mann fahren“

Williams etablierte sich in Melbourne als das viertbeste Team. Doch Felipe Massa warnt vor HaasF1 und möglichem Regen. Die Williams-Piloten sind bis jetzt keine Runde auf nasser Strecke gefahren.

Felipe Massa hatte ein einsames Rennen in Melbourne. Der Brasilianer kam 54 Sekunden hinter Max Verstappen ins Ziel und 25 Sekunden vor Sergio Perez. Platz 6 zählte wie der Sieg in der zweiten Kategorie. „Die ersten drei Teams sind zu weit weg für uns. Aber wir liegen wenigstens vor der nächsten Gruppe“, räumt Massa ein.

Der Mann, der eigentlich zurücktreten wollte, warnt aber auch: „Auf eine Runde war HaasF1 schneller. Ich hätte Grosjeans Zeit nicht fahren können. Nicht, nachdem ich den halben Freitag mit einem Problem verloren hatte. Im Rennen sind wir leicht schneller als sie.“ Noch ist das Bild nicht ganz scharf: „Ich glaube, dass wir erst nach Shanghai sehen, wo wir wirklich stehen.“

Williams hat mehr Grip auf der Vorderachse

Eine Unbekannte in Shanghai ist das Wetter. Für Freitag und Sonntag ist Regen angesagt. Massa: „Wir sind mit unserem Auto noch nie im Regen gefahren. Das ist ein kleiner Nachteil gegenüber den Teams, die am Regentest in Barcelona teilgenommen haben.“ Williams musste den Test auslassen, weil Lance Stroll das Auto bei einem Unfall am Tag zuvor so stark beschädigt hatte, dass Williams das Chassis wechseln musste.

"Generell sollte es mit mehr Abtrieb einfacher sein, im Regen zu fahren. Ich hoffe, dass sich das für uns positiv auswirkt. Unser Auto war in den letzten Jahren im Regen ja nie besonders gut.“ Eine Eigenschaft des neuen Williams FW40 stimmt Massa positiv: „Das Auto hat mehr Grip auf der Vorderachse. Wir können vom Einlenken bis zum Scheitelpunkt besser attackieren. Das sollte uns auch im Regen entgegenkommen.“

Stroll eine halbe Sekunde hinter Massa

Rückblickend ist Massa froh, seinen Rücktritt verschoben zu haben. Die neuen Autos und die langlebigeren Reifen sind ganz nach seinem Geschmack: „Es ist ein völlig anderes Rennen als in den letzten Jahren. Du kannst jetzt wieder wie ein Mann fahren.“ Für seinen Teamkollegen Lance Stroll dagegen ist alles neu. Der 18-jährige Kanadier hat sich die schlechteste Zeit für seinen Einstieg in die Formel 1 ausgesucht. Auch in Shanghai gilt für Stroll: Neue Strecke, neue Regeln, Autos, die schwer zu fahren sind. „Wenn jetzt auch noch Regen kommt, ist wieder etwas neu“, lächelt der Williams-Neuzugang.

Trotz seines Ausfalls wegen Bremsproblemen ist Stroll zufrieden mit seinem ersten Auftritt in der Königsklasse. „Ich war überrascht, wie schnell ich die Strecke gelernt habe. Der Unfall am Samstag kann passieren, sollte aber nicht. Ich habe dafür in der Qualifikation bezahlt, weil mir die Zeit davongelaufen ist. Unter dem Strich hatte ich eine Runde, um meine Zeit zu fahren. Ich musste so viel am Lenkrad einstellen, dass ich die Reifen nicht richtig aufgewärmt habe.“

Dafür lief der Start umso besser. Eigentlich wollte es Stroll vom letzten Startplatz aus ruhig angehen, doch dann haben die drei Fahrer vor ihm überraschend früh die ersten Kurve angebremst und sich zwei weitere Kollegen in Kurve 3 eliminiert, so dass sich der Debütant am Ende der ersten Runde auf Platz 13 wiederfand. „Von da an lief es wirklich gut. Ich glaube, dass ich ohne die Bremsprobleme auf Platz 11 oder 12 hätte landen können. Vielleicht wäre sogar ein Punkt drin gewesen.“

Mit dem Rückstand auf Felipe Massa konnte der Kanadier leben. „Wir wissen, wie stark Felipe in der Qualifikation ist. Ich habe eine halbe Sekunde auf ihn verloren. Das war unter den Umständen akzeptabel. Für mich ist es gut ihn als Referenz im Team zu haben. So weiß ich, was mit dem Auto möglich gewesen wäre.“

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