Williams hadert mit Regen

Regenreifen zu heiß

GP Malaysia - Felipe Massa - Williams - Qualifikation - Samstag - 28.3.2015 Foto: xpb 75 Bilder

Auf trockener Strecke hätten die Williams-Piloten Ferrari gefährlich werden können. Doch im Regen wurden sie auf die Startplätze 7 und 8 durchgereicht. Trotz perfektem Timing. Wie im Vorjahr verlieren die Williams im Regen im Vergleich zur Konkurrenz an Speed.

Das dritte Training versprach ein enges Rennen um die Plätze hinter Mercedes. Kimi Räikkönen, Sebastian Vettel, Felipe Massa und Valtteri Bottas trennten nur 0,161 Sekunden. Als vor dem Q3 der große Regen kam, änderte sich das Bild. Dabei machte Williams alles richtig. Fast alles. Felipe Massa wollte keine Ausreden hören: "Wir sind auf den Regenreifen gestartet. Das war falsch. Dafür waren wir zur richtigen Zeit mit den richtigen Reifen auf der Strecke. Ganz am Ende mit frischen Intermediates."

Williams nimmt seine Reifen zu hart her

Trotzdem landeten die Autos mit den Martini-Farben nur auf den Startplätzen 7 und 8. Satte 2,5 Sekunden hinter Mercedes und Ferrari. Sogar Red Bull und ToroRosso war schneller, und das mit Renault-Motoren, die immer noch nicht perfekt ihre Power über das Drehzahlband verteilen. Massa war ratlos: "Der gleiche Mist wie letztes Jahr. Im Regen verlieren wir im Vergleich zu den anderen Speed."

Der Grund liegt nicht wie im Vorjahr im fehlenden Abtrieb. Massa: "Der neue Williams ist zwar nur eine Evolution des alten, aber er hat mehr Anpressdruck als das Vorjahresauto. Das sieht man auch in den schnellen Kurven." Doch der FW37 beansprucht auch die Reifen mehr als sein Vorgänger. Massa und Bottas konnten es schon in den Longruns am Freitag erkennen. "Der Reifenabbau war zu hoch."

So erklärte sich auch, dass die Intermediates auf der nassen Strecke überhitzten. Sie sind eine Stufe weicher als im letzten Jahr. "Im ersten Sektor ging es noch. Doch dann haben wir von Sektor zu Sektor mehr Zeit auf unsere Gegner verloren. Die Reifen wurden mit jeder Kurve heißer", klagte Massa. Der Brasilianer fürchtet: "Wir werden im Rennen leiden. Unser Topspeed ist nicht mehr so überragend wie im letzten Jahr. Wenn wir hinter den Autos mit Renault-Motor hängenbleiben, wird es schwierig."

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