Williams FW42 für F1-Saison 2019

Keine Ideen, keine Martini-Streifen

Williams FW42 - Formel-1-Auto - 2019 Foto: Williams

Williams hat erste Bilder vom neuen FW42 veröffentlicht. Technisch sind auf den ersten Blick keine großen Highlights zu entdecken. Und auch die neue Lackierung kommt bei den Fans nicht besonders gut an.

Nachdem Williams unter der Woche bereits die neue Lackierung und den neuen Hauptsponsor auf dem alten Autos vorgestellt hat, verteilte das Traditionsteam am Freitag (15.2.2019) nun endlich auch ein paar Computer-Grafiken vom neuen FW42 für die Saison 2019 in den sozialen Netzwerken.

Eigentlich sollte am Samstag auch schon das echte Auto auf der Strecke in Barcelona seinen Shakedown absolvieren. Doch weil sich die Produktion der Teile und der Zusammenbau verzögerte, musste der sogenannte „Filmtag“ abgesagt werden. Ob das Auto am Montag pünktlich in die Wintertests starten kann, bleibt abzuwarten.

Zu viel sollten die Fans nicht erwarten. Schaut man sich die Renderings des FW42 näher an, so fragt man sich, wo die großen Ideen geblieben sind, die Williams zumindest wieder ins gesicherte Mittelfeld bringen sollen. Das Auto sieht fast schon etwas langweilig aus. Die hoch angelegten Lufteinlässe in den Seitenkästen hatte Williams zum Beispiel schon am Vorjahresauto. Kleinere Veränderungen sind nur außen an den Leitblechen zu erkennen.

Williams ohne neue Ideen

Auch an der Knubbel-Nase mit S-Schacht, dem „Cape-Flügel“ unter der Frontpartie und den einzelnen Elementen der Vorderachse ist nicht viel Neues zu entdecken. Hätte das Auto auf dem Bild nicht den neuen Zwei-Meter-Frontflügel, könnte man fast meinen, dass es sich um das alte Modell handelt.

Vom Reglement vorgeschrieben sind auch die neuen Außenspiegel, die nun vom Cockpitrand etwas weiter nach außen ragen. Hier ist die Konkurrenz auf innovativere Lösungen gekommen. Auch weiter hinten am FW42 haben wir keine bahnbrechenden Neuerungen gefunden. Den Heckflügel mit der Doppelstütze fuhr Williams in der Saison 2018 auch schon. Nur die Endplatte wurde verändert, was dem neuen Reglement geschuldet ist.

Etwas schockierend ist die große Öffnung im Heck. Das Thema Kühlung war schon 2018 das große Problem des Autos. Man kann für die Williams-Fans nur hoffen, dass die Computer-Bilder nicht die ganze Wahrheit zeigen und sich noch einige Tricks am echten Autos verbergen.

Williams FW42 - Formel-1-Auto - 2019 Foto: Williams
Wo sind die neuen Ideen? Der FW42 wirkt wie das Vorjahresauto, das an das neue Reglement angepasst wurde.

Neuer Look kommt nicht an

Ansonsten bleibt die neue Lackierung die wohl größte Veränderung am Auto. An den neuen Look müssen sich die Fans aber wohl erst noch gewöhnen. Die ersten Kritiken in den Netzwerken waren verherend. Das neue Williams-Design konnte kaum einen Fan begeistern.

Allerdings war es nach dem Martini-Look auch schwer, noch einen oben draufzusetzen. Die markanten blau-rot-weißen Streifen des Aperitif-Herstellers wurden durch die Logos des Handy- und Wifi-Spezialisten RoKit ersetzt, der als Titelsponsor künftig einen großten Teil zum Teambudget beiträgt. Die Logos des neuen Partners finden sich prominent auf der Motorhaube, den Leitblechen und dem Heckflügel.

Ein weiterer neuer Partner ist die polnische Mineraöl-Firma PKN Orlen, die dank Robert Kubica bei Williams andockte. Zur weißen Grundfarbe gesellt sich am oberen und unteren Rand des Rennwagens nun auch noch ein hellblauer Schatten auf der Karbonhülle. Vom alten Martini-Look ist nichts mehr übrig.

Ein Bild vom neuen FW42 für 2019 konnte der Rennstall aus Grove zwar noch nicht liefern, aber auch auf dem Vorjahresmodell bekommen die Fans schon einen Eindruck, was sie in dieser Saison optisch erwartet. Dazu wurde auch noch die Teamkleidung übrigens angepasst. Statt weißer Overalls bekommen die Piloten nun schwarze Klamotten.

Robert Kubica & George Russell - Williams - 2019 Foto: Williams
Auch die Kleidung der Piloten ändert sich durch den Wechsel des Hauptsponsors.

Neues Personal, neuer Schwung

Wichtiger als der Look ist für die Fans natürlich, dass Williams die sportliche Talfahrt endlich beendet. Neben Robert Kubica wurde das größte Talent verpflichtet, das die Motorsport-Welt aktuell zu bieten hat. Mercedes-Junior George Russell soll Williams wieder in die Spur bringen. Die Teamleitung hat so viel Vertrauen in den Mercedes-Junior, dass sie ihn gleich mit einem Zweijahres-Vertrag ausgestattet hat.

Kubica, der mit 34 Jahren unverhofft doch noch sein F1-Comeback gibt, weiß wie groß die Aufgabe ist. „Die Saison 2018 war für alle im Team nicht einfach. Aber wir haben viel gelernt und werden hart arbeiten, damit es jetzt endlich wieder aufwärts geht und wir in der Startaufstellung einen Schritt nach vorne machen. Für mich persönlich ist es schon eine der größten Leistungen meines Lebens, dass ich überhaupt wieder am Start stehen darf.“

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