Williams offiziell mit Cosworth

Foto: Daniel Reinhard

Nach einigem Tauziehen hat Frank Williams bei Cosworth einen Motorenvertrag für die kommende Formel 1-Saison unterschrieben. Der Teamchef will sich möglichst kurz binden und möglichst wenig zahlen.

Für die Öffentlichkeit stand seit Wochen fest, dass Williams sich 2006 von BMW verabschiedet und zu Cosworth wechselt. Tatsächlich war nichts unterschrieben. Williams Anwälte prüften zunächst, ob dem Team beim Verlust von BMW als Partner auch Sponsorengelder verloren gehen.

Nun ist die Partnerschaft mit Cosworth amtlich. "Cosworth ist die weltweite Autorität bei V8-Motoren", sagt Williams. Die einst legendäre Motorenschmiede ist nur ein Notnagel für Williams. Der Ruhm ist längst verblasst. Cosworth hat ein so dünnes Budget, dass man die Entwicklung eines V8 für die kommende Saison nicht vorfinanzieren konnte. Dementsprechend suchte der Motorenbauer nach dem Abwandern von Red Bull Racing einem Partner mit Geld.

13 Millionen zu teuer

Frank Williams feilschte bis zum Schluss. Die verlangten 13 Millionen Euro für das Motorenleasing waren ihm für nur ein Jahr zu teuer. Williams ist verwöhnt und es gewohnt, Motoren eines Herstellers kostenlos zu bekommen. Das Ziel verfolgt der Engländer auch für 2007. Bis dahin will sich Cosworth im Williams-Chassis so profilieren, dass auch andere Teams an dem englischen V8 interessiert sind.

Williams hätte auch BMW-Motoren haben können. Doch die Münchner bestanden auf einem Zweijahres-Vertrag, damit sich der Aufbau einer 25 Mann starken Kundensportabteilung lohnt.

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