Williams präsentiert FW27

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Der neue Williams ist das hochnäsigste Auto im Feld. Mit der Rückkehr zu bekannten Bauformen wollen Williams und Partner BMW die Saison 2005 beginnen.

Laut Reglement gehen den Formel 1-Autos der neuen Generation ihren Vorgängern durch beschnittene Aerodynamik zwischen 20 und 30 Prozent an Abtrieb verloren. Die Konzeption des neuen FW27 stand ganz im Zeichen, diesen Wert zu verkleinern. "Wir wollten so viel Abtrieb wie möglich zurückgewinnen", sagt Technik-Chef Sam Michael.

So ist das auffälligste Merkmal des neuen Autos die extrem hochgezogenen Nase. Das ermöglicht, größere Luftströme unter das Auto zu leiten und die Flaps des Frontflügels steiler anzustellen - beide Maßnahmen generieren einen erhöhten Anpressdruck. Vom Doppelkiel-Chassis verabschiedete man sich gegenüber 2004 leichten Herzens. Der Monokiel bietet steifere Radaufhängungen und lässt die Möglichkeit zu, Ballastgewichte für eine gute Balance mit niedrigem Schwerpunkt weit unten zu verstauen.

Neuer Motor untauglich

Das Heck geriet äußerst flach. Um möglichst viel Luft auf den Heckflügel zu bringen, verwendet Williams die niedrigsten Seitenkästen des Feldes. Um die aerodynamisch günstige Flaschenhals-Form des Hecks zu optimieren, kehrten die Ingenieure vom Siebengang-Getriebe zu einer Variante mit sechs Gängen zurück. Sie baut leichter und vor allem schmaler.

Auch beim Motor besann man sich auf bewährte Größen. Der neue P85-Zehnzylinder wanderte vom Prüfstand direkt ins Museum. Die 2005 erforderliche Verdopplung der Laufleistung war mit dem neuen Motor nicht zu schaffen. Stattdessen kommt ein modifizierter Vorjahresmotor unter der Typbezeichnung P84/5 zum Einsatz. "Wir beginnnen mit weniger Power und Drehzahl", sagt BMW-Sportchef Mario Theissen. Im Lauf der Saison will man die Rennleistung den Qualifying-Werten nach und nach anpassen. 2004 benötigte BMW vier Grand Prix, um auch im, Rennen mit der maximalen Drehzahl zu fahren.

Heidfeld nervös

Schon am Sonntag (30.1.) erlebte der FW27 mit Mark Webber seine erste Ausfahrt. 44 Runden auf der Strecke in Valencia spulte das Auto ohne Panne ab. Am heutigen Montag (31.1.) darf erstmals der frisch nominierte Williams-GP-Pilot Nick Heidfeld am Steuer Platz nehmen.

Der sonst so stoische Mann aus Rheydt bei Mönchengladbach muss erst einmal seine Ruhe wiederfinden. "Ich war in den letzten Tagen so nervös, dass ich mich heute erst einmal gar nicht freuen konnte", gesteht Quick Nick.

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