Sergey Sirotkin - GP Aserbaidschan 2018 Foto: sutton-images.com
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Podium - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 29. April 2018
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Williams-Protest abgeschmettert

Sirotkin-Strafe bleibt bestehen

Der Antrag von Williams, einige Entscheidungen der FIA-Stewards beim GP Aserbaidschan noch einmal überprüfen zu lassen, ist gescheitert. Die Regelhüter erklärten, dass der Rennstall keine neuen Beweise vorlegen konnte.

Acht Tage nach dem Rennen in Aserbaidschan hatte die FIA Post von Williams bekommen. Der Rennstall aus Grove war offenbar mit den Entscheidungen der Renn-Kommissare in Baku nicht einverstanden. Dabei ging es vor allem um die Rückversetzung von Sergey Sirotkin um drei Startplätze beim kommenden Grand Prix von Spanien.

Die Williams-Verantwortlichen wollten die Entscheidung gegen den eigenen Fahrer noch einmal überprüfen lassen, der von den Schiedsrichtern wegen einer Kollision mit Sergio Perez im Startgetümmel bestraft wurde. Sirotkin war dem Force India von Sergio Perez in Kurve 2 ins Heck gekracht.

Mehrere Entscheidungen im Fokus

Fernando Alonso - McLaren - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 29. April 2018
Während sich Alonso mit seinem beschädigten McLaren an die Box schleppte, stellte Sirotkin sein Auto am Streckenrand ab.
Foto: xpb.cc

Aber nicht nur das Urteil gegen den eigenen Fahrer wollte Williams anfechten lassen. Auch das Duell zwischen Kevin Magnussen und Pierre Gasly, bei dem Magnussen eine 10-Sekunden-Strafe kassierte, sollten sich die FIA-Stewards noch einmal anschauen. Und auch die Kollision zwischen Esteban Ocon und Kimi Räikkönen in der Startrunde hätte nach dem Wunsch des Teams noch einmal aufgerollt werden.

Darüber hinaus hatte Williams beantragt, dass die FIA-Kommissare auch die Rückfahrt von Fernando Alonso mit seinem beschädigten McLaren an die Box untersuchen müsse. Offenbar war man der Meinung, dass sich Alonso hier nicht regelkonform verhalten hat. In vergleichbaren Fällen gab es für andere Piloten schon Strafen, die mit einem beschädigten Auto auf der Piste herumschlichen.

FIA lässt Williams abblitzen

Doch am Ende hatte die FIA in allen Fällen die gleiche Antwort parat. „Die Stewards haben die Entscheidung getroffen, dass keine entscheidenden neuen Beweise vorgelegt wurden, die eine neue Untersuchung eines der fünf genannten Vorfälle rechtfertigt.“ Somit blieb es bei den Urteilen, die an der Strecke in Baku gefällt wurden.

Die Kommissare gingen in ihrer Entscheidung auch auf einige von Williams vorgebrachte Punkte ein. Offenbar hatten die Teamverantwortlichen versucht zu argumentieren, dass Fahrer bei anderen Kollisionen in der Startphase straffrei blieben. Dazu erklärten die Schiedsrichter, dass diese Kollisionen nicht vergleichbar seien, weil sich die Autos Seite an Seite befunden hätten. Unfälle aus der Vergangenheit, die der Sirotkin/Perez-Kollision ähnelten, hätten dagegen zu vergleichbaren Strafen geführt.

Sergio Perez - Carlos Sainz - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 29. April 2018
Die anderen Kollisionen in Baku seien nicht mit der Sirotkin-Situation vergleichbar gewesen, argumentierten die FIA-Kommissare.
Foto: Wilhelm

Außerdem wurde noch eine Statistik angeführt, wonach seit 2016 insgesamt 87 Situationen zum Vorwurf „Verursachen einer Kollision“ untersucht wurden. Dabei habe es 55 Mal keine Strafe gegeben, 14 Mal gab es eine 10-Sekunden-Strafe und 9 Mal wurde eine Rückversetzung um 3 Plätze für das nächste Rennen verhängt. Die Strafen für Magnussen, Ericsson und Sirotkin würden somit im üblichen Rahmen liegen.

Williams hatte wohl auch kritisiert, dass die Strafe von Baku sehr spät, nämlich erst um 17.28 Uhr, verkündet wurde. Die Stewards erklärten dazu, dass in allen Fällen immer noch genügend Zeit vor Ablauf der Einspruchsfrist bestanden hätte.

Auch im Falle Alonso ließen die FIA-Stewards die Argumente von Williams abblitzen. Die Tatsache, dass das Safety-Car zum Zeitpunkt der Fahrt an die Boxen im Einsatz war und dass der McLaren-Pilot sein Auto abseits der Rennlinie bewegte, habe das Risiko minimiert. Williams habe in diesem Fall außerdem keine „neuen Elemente“ vorlegen können, die eine nachträgliche Neubeurteilung rechtfertigen würden.

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