Williams

Reifenschäden bleiben rätselhaft

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Die Williams-Ingenieure verdächtigen den Unterboden des FW26 als Verursacher für die Reifenschäden in Istanbul. Dennoch bleibt der Fall rätselhaft, es fehlen die richtigen Spuren. Trotz der Ungewissheit sieht das Team dem nächsten Rennen in Monza gelassen entgegen.

Welch eine Ironie: Beim großen Michelin-Debakel in Indianapolis war Williams das einzige Team, das keine Probleme hatte, in der Türkei dagegen der einzige Rennstall mit Reifenschäden. Die Ursache ist auch zwei Tage nach dem Türkei-Grand Prix ungeklärt.

Die Ingenieure wundern sich, dass das Problem erst am Samstag auftrat. In beiden freien Trainings am Freitag blieb man ungeschoren. Nun hat sich herausgestellt, dass die Pannen immer bei etwa gleicher Laufleistung auftraten. Zudem sind die betroffenen Pneus alle an der gleichen Stelle beschädigt: An der inneren Flanke, zwei Zentimeter unterhalb der Lauffläche.

Unterboden im Verdacht

Bei Williams ist man ebenso wie bei Michelin davon überzeugt, dass der Reifen selbst nicht das Problem ist. Die Techniker haben weitere Prüfstandsversuche angesetzt. Der Verdacht richtet sich nun gegen den Unterboden des FW26. Er ist das den Hinterreifen nächststehende Teil des Autos. Seltsamerweise fanden sich keine nennenswenten Schleifspuren an der Karbonstruktur.

"Wir verwenden diesen Unterboden unverändert seit Melbourne", sagt ein ratloser Technik-Chef Sam Michael. "Nie gab es irgendwelche Probleme." Die Reifeningenieure vermuten, die langezogene Kurve acht in Istanbul habe zu einem bestimmten Schwingungsverhalten des Gummis geführt, der sich dadurch stärker als vermutet verformt habe.

Keines Sorge in Monza

Selbst wenn das Rätsel ungelöst bleibt, ist das Team vor dem Großen Preis von Italien in Monza (4.9.) nicht besorgt. Es gibt in mit der Parabolica nur eine längere Kurve. Zudem wird auf dem Hochgeschwindigkeitskurs mit höheren Reifendrücken gefahren, die weniger Eigenbewegung des Reifens zulassen. Dennoch geht das Team auf Nummer sicher und ändert vor dem Italien-GP den Unterboden.

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