George Russell - Williams - GP Ungarn 2019 Wilhelm
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Williams schafft Anschluss ans Mittelfeld

Russell mit Problemen im Zweikampf

George Russell ist in der Formel 1 angekommen. Williams hat dank eines Upgrades zum Rest des Feldes aufgeschlossen. Für Russell war der GP Ungarn das erste echte Formel 1-Rennen mit Zweikämpfen.

George Russell war der heimliche Star des GP Ungarn. Der 21-jährige Engländer hat keine Punkte geholt. Er landete nur auf dem 16. Platz, und er war auch kaum in der TV-Übertragung zu sehen. Und doch hat Russell seine Visitenkarte hinterlassen.

Im Training verfehlte der Williams-Pilot den Aufstieg ins Q2 nur um 0,053 Sekunden. Im Rennen ließ er Lance Stroll, Antonio Giovinazzi und Robert Kubica hinter sich. Daran war vor einem Monat noch nicht zu denken. Da gab es für Russell nur Teamkollege Robert Kubica als Anhaltspunkt. Die beiden fuhren stets ihr eigenes Rennen, eine Sekunde und mehr hinter dem Feld.

Was keiner mehr für möglich hielt, ist eingetreten. Williams hat mit einer Serie kleiner Modifikationen und einem großen Aero-Paket die Lücke zum Feld geschlossen. Neun Prozent mehr Abtrieb bei gleichem Luftwiderstand. Das ist ein Wort. Acht Zehntel Zeitgewinn wurden versprochen. Es ist fast ein bisschen mehr geworden.

George Russell - Williams - GP Ungarn 2019
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Russell verpasste das Q2 in Budapest nur ganz knapp.

George Russell ließ in der Qualifikation immerhin vier Fahrer hinter sich, darunter beide Racing Point und einen Renault. Eigentlich hätte Williams den Fortschritt schon in Hockenheim sehen müssen, aber da kamen die Reifen wegen des falschen Setups nicht in ihr Arbeitsfenster.

Russell warnt trotzdem vor übertriebenem Optimismus. „Das war ein erster Schritt. Weitere müssen folgen. Wir haben im Training auch von den Fehlern der anderen profitiert. Das Rennen entsprach mehr der Realität. Auf jeder anderen Strecke außer Melbourne, Monte Carlo und Budapest hätten mich meine Verfolger überholt.“ Russell fuhr 70 Runden lang Kampflinie, um Stroll abzuwehren. Am Ende seilte er sich sogar um 3,7 Sekunden ab.

Schlechte Sicht im F1-Auto

Das Rennen war für Russell eine völlig neue Erfahrung. „Zum ersten Mal konnte ich mit anderen Fahrern kämpfen. Dabei habe ich eine komische Erfahrung gemacht. Aus welchem Grund auch immer, ist die Sicht in einem Formel-1-Auto viel schlechter als in allen anderen Rennautos, die ich gefahren bin. Es gibt einen riesigen toten Winkel. Wenn innen noch ein Auto liegt kannst du nur ahnen, wo der Gegner ist. Vom Sofa aus sieht die Formel 1 viel einfacher aus als sie ist. Auch wenn du Formel 2 und Formel 3 gefahren bist, kannst du dir den Unterschied nicht vorstellen.“

George Russell - Williams - GP Ungarn 2019
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Im direkten Zweikampf hatte Russell noch Probleme sich zu orientieren.

Am Sonntag zeigte der Williams noch Schwächen. „In der Qualifikation haben wir jetzt ein besseres Verständnis für die Reifen. Ich spüre mehr Abtrieb und viel mehr mechanischen Grip von den Reifen. Im Rennen hat sich das positive Gefühl nur auf mehr Abtrieb beschränkt. Da hatten wir mit dem Reifenmanagement noch Probleme. Wenn wir einem anderen Auto hinterherfahren, überhitzen die Reifen schnell. In den ersten Runden im Verkehr bin ich nur gerutscht.“

Teamchefin Claire Williams verspricht weitere Schritte. Sie kann aber noch nicht sagen wann sie einsatzbereit sein werden: „Die Upgrades wurden gerade von der Entwicklungsabteilung abgesegnet. Jetzt hängt es an der Produktion, wie schnell sie fertig werden.“

Motorsport Aktuell George Russell - Williams - GP Ungarn 2019 - Budapest - Qualifying Die Williams-Sensation Aus dem Nichts mitten ins Feld

Die große Überraschung der Qualifikation zum GP Ungarn war Williams.

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