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Williams stellt klar: Mit Russell und Latifi 2021

Williams stellt klar Mit Russell und Latifi 2021

Williams beendet die Spekulationen um die Fahrer. Sergio Perez wird nicht kommen. Stattdessen werden George Russell und Nicholas Latifi weiter für den Traditionsrennstall fahren.

Die zwischenzeitliche Unruhe hatte sich Williams selbst eingebrockt. Eigentlich hatte der drittälteste Rennstall der Formel 1 seine beiden Fahrer für die kommende Saison schon im Sommer bestätigt. Damals unter der alten Teamführung um Chefin Claire Williams. Nicholas Latifi und George Russell wurde zugesichert, auch 2021 für Williams zu fahren.

Doch nach dem Verkauf des Rennstalls an die US-amerikanische Investment-Firma Dorilton Capital im September waren Gerüchte aufgekommen, wonach Williams darüber nachdenke, Russell gegen Sergio Perez auszutauschen. Darauf vor dem Grand Prix in Portugal vor einer Woche angesprochen, schaffte es Interims-Teamchef Simon Roberts nicht, ein klares Bekenntnis zu seinen Fahrern abzugeben.

Bekenntnis zu Russell & Latifi

Das befeuerte die Gerüchteküche noch mehr. Selbst Mercedes-Teamchef Toto Wolff, zu dessen Nachwuchskader Russell gehört, konnte nicht versichern, dass der junge Engländer auch 2021 für Williams fährt. "Es ist ihre Entscheidung." Diese Umstände ließen darauf schließen, dass Perez und seine mexikanische Entourage tatsächlich mit Williams sprechen und der Mercedes-Nachwuchsfahrer tatsächlich wackelt.

Alexander Albon - GP Portugal 2020
Red Bull
Was macht Red Bull 2021? Albon ist auf Pole-Position, Perez und Hülkenberg lauern.

Doch nun setzt der Rennstall den Spekulationen ein Ende. "Wir fahren so fort, wie es Claire bereits im Juli verkündet hatte: George und Nicholas sind unsere Fahrer und werden es auch 2021 sein. Das war der Plan und ist der Plan. Ich entschuldige mich für die Verwirrung, die ich mit meinen Aussagen letzte Woche gestiftet habe", erklärte Roberts vor dem Rennen in Imola.

Offenbar gab es zwischen den einzelnen Parteien klärende Gespräche in Portugal. Die neuen Teameigentümer waren am letzten Rennwochenende vor Ort in Portimao. Russell selbst gab sich in den Diskussionen cool. Der 22-Jährige, der noch nie in seiner Laufbahn ein Qualifikations-Duell verloren hat und von vielen im Fahrerlager als kommender Grand Prix-Sieger gehandelt wird, spricht von bewussten Störfeuern anderer Parteien. "Die Gerüchte um meinen Platz wurden von anderen Fahrern und ihrem Management bewusst gestreut." Damit bezieht er sich wohl auf Perez. Latifis Cockpit war nie in Gefahr, weil er das Teambudget mit einer Mitgift aufstockt.

3 von 4 Fahrern raus aus F1

Für Perez ist damit eine mögliche Tür geschlossen. Der Mexikaner hat nur noch eine Option, um in der Formel 1 zu bleiben. Die heißt Red Bull. Konkurrenz bekommt der aktuelle Racing Point-Pilot von seinem ehemaligen Teamkollegen Nico Hülkenberg. Red Bull hat bereits mehrmals verlautbart, dass die beiden Fahrer Kandidaten sind. Doch nur für den Fall, dass sich Alexander Albon nicht stabilisiert, konstanter wird und näher an Max Verstappen herankommt.

Zwei der drei Fahrer werden aller Wahrscheinlichkeit nach ohne Formel 1-Cockpit 2021 dastehen. Für Perez und Hülkenberg gibt es nur Red Bull. Und für Albon scheint eine Rückkehr zu Alpha Tauri verbaut. Die Teamführung plant, neben Pierre Gasly ganz offensichtlich mit dem japanischen Nachwuchsfahrer Yuki Tsunoda. Dann wird auch Daniil Kvyat seinen Stammplatz verlieren – und muss sich nach einer neuen Rennserie umsehen.

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