Williams überall stark

Williams echter Gegner für Red Bull

Valtteri Bottas - Williams - Formel 1 - GP Ungarn - 26. Juli 2014 Foto: xpb 55 Bilder

Red Bull stellte am Hungaroring das zweitschnellste Auto. Aber Williams ist dem Titelverteidiger dicht auf den Fersen. Und das an einem Ort, der Red Bull auf das Chassis maßgeschneidert ist und für Williams eine Angststrecke war. Doch das Technik-Upgrade erwies sich als Volltreffer.

Vor dem GP Ungarn hatte Williams die meiste Angst. Auch noch nach dem Freitagstraining. "Wir haben die Reifen nicht gleich zum Arbeiten bekommen", blickt Technikchef Pat Symonds zurück. Am Samstag waren die Probleme mit den Reifen gelöst. Darin sieht Symonds den größten Fortschritt in seinem Team. "Der hohe Reifenverschleiß in Bahrain und das schlechte Regentraining in China waren Weckrufe für uns. Da haben wir uns hingesetzt und viel über die Reifen nachgedacht. Jetzt verstehen wir sie besser."

Massa gibt Unterboden die Schuld

Am Samstag zeigte der Williams FW36 seinen WM-Gegnern die Zähne. Valtteri Bottas fuhr auf den dritten Startplatz. Felipe Massa landete auf Platz 6. Der große Unterschied erklärt sich daraus, dass Massa nach seinen vielen Unfällen knapp mit Teilen ist. Er musste mit einem alten Unterboden vorliebnehmen, der vor dem GP Monaco eingesetzt wurde. "Der kostet auf dem Papier zwei Zehntel. Das hat das Heck ziemlich instabil gemacht, und als Folge fehlte mir das Vertrauen", klagte Massa.

Pat Symonds freute sich, dass Williams die Red Bull auf einer Strecke herausfordern konnte, die eigentlich gut für Red Bull und schlecht für Williams ist. "Alle neuen Teilen haben so funktioniert wie vorausberechnet. Auch der neue Heckflügel. Das Problem mit dem Strömungsabriss ist gelöst. Der Flügel blieb selbst bei dem starken Seiten- und Rückenwind von heute stabil."

Bottas prophezeit enges Rennen mit Red Bull

Valtteri Bottas glaubt, dass er mit den Red Bull und Ferrari kämpfen kann. "Ich stehe auf der sauberen Spur, und wir haben normalerweise gute Starts. Das Ergebnis ist eine kleine Überraschung für mich. Wir wussten, dass Ferrari und Red Bull hier stark sein würden, weil das Streckenlayout nicht perfekt für uns ist. Aber wir haben sehr gut mit den neuen Teilen auf unsere Probleme auf diesem Streckentyp reagiert." An eine Siegchance glaubt Bottas nicht: "Der erste Platz ist eigentlich für die Mercedes reserviert. Wir haben nur eine Chance, wenn etwas Spezielles passiert. Aber im Duell mit Red Bull erwarte ich ein enges Rennen."

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