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Williams gegen Force India

Der Fluch des Frontflügels

Williams hat im Duell gegen Force India um Platz 4 in der Konstrukteurs-Wertung 2 Punkte aufgeholt. Obwohl Force India in Austin das schnellere Auto hatte. Williams hat eine konkrete Erklärung, warum man im Kräfteverhältnis hinter dem Rivalen liegt.

Williams gegen Force India: Das Duell der Mercedes-Kunden belebt das Geschehen im Mittelfeld. Die Ausgangsposition beim GP USA sprach leicht für Force India. Die beiden Williams-Piloten lagen im Sandwich von Nico Hülkenberg und Sergio Perez.

Williams-Technikchef Pat Symonds analysierte vor dem Rennen: „Hülkenbergs Zeit war außergewöhnlich. Perez wurde unter Wert geschlagen. Bottas hat in seiner schnellen Runde 2 Zehntel verloren. Wenn ich alles zusammenzähle, war Force India uns vielleicht um 2 Zehntel voraus.“

Um genau diese 2 Zehntel geht es Einsatzleiter Rob Smedley. Er schiebt es auf eine fehlgeschlagene Frontflügel-Entwicklung, dass Force India vorbeigezogen ist. „Der neue Flügel sollte uns 3 Zehntel bringen, blieb aber praktisch wirkungslos. Dieser Zeitgewinn geht uns jetzt ab. Hätte der Flügel gehalten, was der Windkanal und die Simulationen versprochen haben, würden wir jetzt alleine im Niemandsland zwischen Ferrari und dem Mittelfeld fahren.“

Force India überholt mit Upgrade von Silverstone

Auch Felipe Massa schiebt den Rückfall hinter Force India auf die Entwicklungsarbeit unter der Saison. „Zu Saisonbeginn hatten wir das bessere Auto. Force India hat aber besser entwickelt als wir. Bis Mitte des Jahres lagen wir noch gleichauf. Jetzt sind wir vom Speed dahinter. Bei uns muss schon alles 100-prozentig klappen, wenn wir sie schlagen wollen.“

Oder bei Force India muss alles schiefgehen. Wie in Austin. Nach einer Runde stand ein Auto mit gebrochener Lenkstange an der Box und das andere fuhr nach einer Kollision mit Daniil Kvyat an letzter Stelle. „Da hat bei Kvyat wohl kurz das Gehirn ausgesetzt“, schimpfte Sportdirektor Otmar Szafnauer nach dem Rennen.

Der Kommandostand hatte schon gar nicht mehr mit Punkten gerechnet. Da war der 8. Platz von Perez am Ende fast ein Geschenk. Weil vorne Autos ausfielen, weil Force India mit der Taktik alles richtig machte, und weil Perez mal wieder meisterhaft Reifenmanagement betrieb.

Pat Symonds unterstreicht, was Massa kritisiert: „Ich bin nicht zufrieden mit der Weiterentwicklung. 2014 waren wir da sehr gut, haben uns mitten in der Saison klar gesteigert. 2015 flachte die Kurve nach hinten raus etwas ab. Diesmal blieben wir stehen, und Force India hat uns mit 2 Upgrades überholt. Vor allem dem in Silverstone.“

Kein Opfer für das 2017er Auto

Symonds sieht die Stärke beim Gegner, der einen Allrounder gebaut hat. „Der Force India ist überall gut. Wir haben da und dort unsere Schwächen.“ Gab es nie den Plan, die Frontflügel-Misere zu korrigieren? „Da hätte ich etwas vom 2017er Programm opfern müssen. Das wollte ich nicht. Und was hätte es gebracht? Wenn wir nach der Sommerpause noch einmal ein 2016er Windkanalprogramm angeworfen hätten, wären wir in Brasilien damit aufgeschlagen. Es dauert bis du die Modelle baust, sie im Kanal testest, die Ergebnisse auswertest und dann die Flügel produzierst.“

Auch beim Reifenmanagement sieht der Veteran unter den Formel 1-Konstrukteuren leichte Vorteile für den Rivalen um Platz 4. „Sie sind ein Mal in Österreich daneben gelegen. Uns hat es in Bahrain und Hockenheim erwischt.“ Dazu ein falsches Setup in Suzuka. „Wir sind dort mit zu viel Abtrieb gefahren und haben unsere Stärke im Top-Speed verschenkt. So konnten uns die Force India leicht überholen“, ergänzt Smedley.

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