Wird Alonso schon nervös?

Foto: dpa

Michael Schumacher hat das alte Kräfteverhältnis wieder hergestellt und seinen Widersacher Fernando Alonso eine Woche vor dem Großen Preis von Spanien nervös gemacht. Felipe Massa soll nun dem Weltmeister weitere Punkte stehlen.

Mit dem Triumph auf dem Nürburgring haben der Rekord-Weltmeister und Ferrari erstmals seit eineinhalb Jahren eindrucksvoll demonstriert, dass sie trotz der desaströsen Vorsaison das Zeug zur Nummer 1 in der Formel 1 haben. "Wer jetzt noch Zweifel hat, der tut mir Leid", sagte Schumacher und stellte damit klar, dass er trotz des weiterhin großen Rückstands auf den Renault-Rivalen im Titelrennen wieder voll mitmischt.

Während bei Schumacher & Co die alte Souveränität und das alte Selbstbewusstsein zurückkehren, ist Alonso nicht zufrieden. "Wir waren nicht konkurrenzfähig genug. Wir brauchen mehr, um zu siegen", forderte der Spanier vor seinem Heim-Grand-Prix eine gewaltige Kraftanstrengung seines Renault-Teams, um am Sonntag in Barcelona (14.5.) nicht die nächste Niederlage zu kassieren.

Michael Schumacher: "Haben das bessere Paket"

Fiat-Chef Luca di Montezemolo jubelte: "Ich bin sehr, sehr glücklich. Dieser Erfolg zeigt, dass der Sieg von Imola nicht nur eine Schwalbe war, die noch keinen Sommer macht." Genüsslich stichelte der Drittplatzierte Felipe Massa im sich langsam hoch schaukelnden Psycho-Duell gegen Renault-Teamchef Briatore: "Wenn ich Briatore wäre, würde ich anfangen, mir Sorgen zu machen."

Im plötzlich wieder spannend gewordenen WM-Poker sieht sich der siebenmalige Weltmeister mit dem besseren Blatt: "Man darf behaupten, dass wir im Moment das bessere Paket haben", sagte Schumacher nach seinem 86. Grand-Prix-Gewinn. "Wir haben das Auto in den letzten Wochen im Vergleich mit Renault besser entwickelt."

Flavio Briatore: "Schaden in Grenzen"

"Fernando hat den Schaden in der Fahrer-WM in Grenzen gehalten, da er direkt hinter Michael ins Ziel kam", sagte Teamchef Flavio Briatore. "Wir müssen akzeptieren, dass die Kombination Bridgestone und Ferrari zu schnell für uns war. Unter solchen Bedingungen Zweiter zu werden, ist wie ein Sieg." In der Heimat will sich Alonso revanchieren. "Ich habe keine Angst wegen der WM. In Barcelona haben wir bei den Tests gut ausgesehen. Ich hoffe, dass ich dort gewinne."

Noch kann Alonso von seinem gewaltigen Vorsprung von 13 Zählern zehren. Selbst wenn der Titelverteidiger die nächsten sechs WM-Läufe jeweils als Zweiter hinter seinem deutschen Verfolger beenden würde, läge er noch einen Punkt vorn. Ähnliche Rechenspielchen gelten auch bei anderen fiktiven Zieleinläufen. Schumacher benötigt also dringend Schützenhilfe. "Es würde mich freuen, wenn jemand in den Zweikampf eingreifen könnte. Am besten wäre es natürlich, Felipe könnte Fernando Punkte wegnehmen", sagte Schumacher.

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