Wirrwarr um Safetycar-Regeln

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Die FIA will die Regeln für Gelbphasen ändern, die Teams sind dagegen. Nun wartet die Formel 1-Gemeinde auf den nächsten Vorstoß der Sportbehörde.

Den Drang, auf jedes Problem bei einem GP-Wochenende mit neuen Sportgesetzen zu reagieren, konnte die FIA auch nach der Kollision von Michael Schumacher und Juan Pablo Montoya in Monaco nicht unterdrücken. Schon am Nürburgring sollten strengere Regeln für Safetycar-Phasen gelten, doch die Teammanager bogen die Initiative ab.

Kurz vor dem Europa-GP traten zwei neue Regeln in Kraft: Erstens sollte Safetycar zukünftig nicht mehr vorzeitig anzeigen, dass das Rennen in Kürze wieder freigegeben wird, zweitens sollte die Boxenampel so lange auf Rot geschaltet werden, bis das gesamte Feld geordnet hinter dem Sicherheits-Fahrzeug rollt.

Ablehnung vier Stunden vor Rennbeginn

Mit diesen Ideen wollte FIA-Renndirektor Charlie Whiting das hektische Auffwärmen von Bremsen und Reifen verhindern, das durch den Auffahrunfall in Monaco den führenden Ferrari aus dem Rennen warf, zudem sollten eilige Boxenstopps unter Gelb unterbunden werden, damit das Feld besser zusammengehalten werden kann.

Erst am Rennsonntag um zehn Uhr morgens trafen sich die Teammanager, um über die neuen Regeln zu beraten. Sie lehnten geschlossen ab. Selbst Ferrari-Adlatus Stefano Domenicali stimmte gegen das Regelwerk, obwohl gerade Ferrari nach dem Monaco-Ausfall lautstark lamentierte, solch ein Ereignis dürfe sich nicht wiederholen.

Nicht zu Ende gedacht

Wie so oft bedachte die FIA die Folgen ihre Änderungswünsche nicht ausreichend. So beklagten die Teams, dass die Fahrer zukünftig, in Unkenntnis über den Zeitpunkt des Restarts, permanent ihre Reifen und Bremsen durch Zickzack-Fahren sowie Beschleunigungs- und Bremsmanöver auf Betriebs-Temperatur halten müssen - ein permanentes Risiko für Kollisionen.

Ferner fragten die Teammanager nach, was passiere, wenn zufällig ein Fahrer genau während der Safetycar-Phase tanken muss. Dieser müsste anschließend rundenlang mit laufendem Motor vor der roten Boxenampel warten.

Da die FIA nur ungern ihr Gesicht verliert und klein bei gibt, erwarten die Teams noch vor dem Kanada-GP (13.6.) einen neuen Regelvorstoß. Auf ihr Veto-Recht können sich die Teams dabei nicht verlassen. Ein Passus im Sportgesetz gibt der FIA das Recht, bei sicherheitsrelevanten Themen auch über den Kopf der Aktiven hinweg zu entscheiden.

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