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Last-Minute-Änderung für 2019

Ein WM-Punkt für schnellste Runde

Die Formel-1-Bosse haben kurz vor dem Saisonstart noch eine wichtige Regeländerung durchgepeitscht: Ab sofort bekommen F1-Piloten einen zusätzlichen WM-Punkt für die schnellste Rennrunde. Es gibt jedoch ein paar Einschränkungen.

Die Formel-1-Fans müssen sich in der Saison 2019 auf eine kleine Regeländerung einstellen. Ab sofort erhält der Pilot, der die schnellste Rennrunde gedreht hat, noch einen zusätzlichen WM-Punkt. Damit steigt die höchstmögliche Punktzahl, die an einem Grand-Prix-Rennwochenende erzielt werden kann, von 25 auf 26 Zähler.

Um zu vermeiden, dass weit hinten platzierte Fahrer am Ende des Rennens mit frischen Reifen auf Zeitenjagd gehen, haben sich die Verantwortlichen noch eine Einschränkung einfallen lassen. Für den einen Zusatzpunkt qualifizieren sich nur Piloten innerhalb der Top Ten. Sollte ein Fahrer dahinter die schnellste Runde sichern, so bekommt niemand den Extra-Zähler.

Extra-WM-Punkt keine neue Idee

Die Idee eines WM-Punkts für die schnellste Rennrunde ist nicht neu. Schon zwischen 1950 und 1959 gab es diese Regelung. Ein Blick in die Historie zeigt aber auch: Der Einfluss auf die WM-Entscheidungen ist überschaubar. In den letzten Jahren wäre nur der WM-Titel in der Saison 2008 an einen anderen Fahrer gegangen – nämlich an Felipe Massa und nicht an Lewis Hamilton. Allerdings lässt sich das nachträglich nicht so einfach sagen, da die Piloten damals ja nicht aktiv um schnellste Rennrunden gekämpft haben.

Ross Brawn - Formel 1 - GP Kanada 2018
Wilhelm
Ross Brawn erwartet, dass es in der Schlussphase der Rennen künftig etwas spannender wird.

Die Regeländerung wurde auf Wunsch der F1-Bosse von Liberty Media in letzter Sekunde durchgepeitscht. Dafür brauchte es ein einstimmiges Votum in der Strategie-Gruppe und der F1-Kommission. Weil keine offiziellen Sitzungen der genannten Gremien mehr angesetzt waren, wurden die Stimmen per sogenanntem „E-Voting“ abgegeben, damit die Änderungen noch rechtzeitig zum Saisonstart eingeführt werden können.

Brawn hofft auf interessantere Rennen

Kurz vor dem Ende der Deadline am Montag (11.3.2019) waren endlich alle virtuellen Stimmzettel eingesammelt. F1-Sportchef Ross Brawn zeigte sich zufrieden: „Wir haben mit der FIA nach Lösungen gesucht, wie wir den Sport attraktiver machen, gleichzeitig aber die Glaubwürdigkeit erhalten können. Unserer Meinung nach geht die Wiedereinführung des Punkts für die schnellste Rennrunde nach 60 Jahren in diese Richtung.“

„Wir haben schon seit einigen Monaten über diese Entscheidung nachgedacht. Wie oft haben wir die Fahrer über Funk fragen gehört, wer aktuell die schnellste Rennrunde innehat. Ab sofort geht es nicht mehr nur um Rekorde und Prestige, sondern es gibt eine konkrete Motiviation, die den Schlussteil des Rennens noch interessanter machen sollte. Manchmal ist es sinnvoll, sich an die Geschichte des Sports zu erinnern um sich weiterzuentwickeln.“

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