Geschenkte WM-Zähler für Felipe Nasr

Punkte trotz Pannenserie

Felipe Nasr - GP USA 2015 Foto: xpb 75 Bilder

Für Sauber sah es in Austin trotz des chaotischen Rennens lange nicht gut aus. Marcus Ericsson fiel aus, und Felipe Nasr schlug sich mit einem Manor am Ende des Feldes herum. Trotzdem sprangen noch 2 Punkte heraus. Manchmal lohnt es sich einfach Durchzuhalten ohne Fehler zu machen.

Sauber kam in Austin mit einem blauen Auge davon. Der Speed war nur im letzten Abschnitt da. Die Sauber-Piloten kämpften mit Untersteuern am Kurveneingang und schlechter Traktion beim Rausfahren. Ansonsten fuhren die blauen Autos am Ende des Feldes herum. Trotz 5 Boxenstopps staubte Felipe Nasr zwei Punkte ab. "Die nehme ich gerne mit. Aber wir müssen trotzdem verstehen, warum wir hier so langsam waren."

Teamchefin Monisha Kaltenborn dachte genauso: "Ein Wochenende mit dem man überhaupt nicht zufrieden sein kann. Da gilt auch der Einwand nicht, dass zumindest ein Fahrer die Strecke nicht kannte und wir hier nicht viel fahren konnten. Es ist so ziemlich alles, was bei einem Rennen nicht passieren sollte, passiert. Das Ergebnis ist ein glücklicher Ausgang, doch auf so viel Glück darf man sich künftig nicht verlassen."

Safety-Car brachten Nasr immer wieder ans Feld

Für Nasr war schon beim Start Drama angesagt. "Vor mir haben sich zwei Autos gedreht. Ich bin gerade so an Alonso vorbeigekommen." In der zweiten Runde erwischte es den Sauber-Piloten dann aber doch noch. Ausgangs der ersten Kurve krachte er in das Heck des Teamkollegen. "Ich wollte Marcus gar nicht überholen, weil dort gelbe Flaggen geschwenkt wurden. Aber bei den Bedingungen fahren alle unterschiedlich Linien. Ich war auf einer anderen als Marcus. Er hat mich dort wohl nicht erwartet."

Weil der Frontflügel zu Bruch ging, wagte Sauber den Poker, Nasr gleich auf Slicks zu setzen. "Das war leider viel zu früh. Ich hatte Mühe unfallfrei durch die Runde zu kommen." Also Kommando zurück. "Mein Rennen begann eigentlich erst in der dritten Runde." Am Ende des Feldes.

Eine Zeitlang schlug sich Nasr mit Alexander Rossi im Manor herum. "Ich habe trotzdem nie aufgegeben. Die Safety-Cars haben mich immer wieder an das Feld herangebracht. Ich habe einfach nur versucht das Auto nach Hause zu bringen. Von den Rundenzeiten her hatten wir im Gegensatz zu Sochi keine Chance mit den Lotus oder Force India zu kämpfen."

Einmal profitierte Nasr von den Umständen. "Ich musste gleich nach dem Boxenstopp Gas geben um wieder Anschluss an das Feld zu finden, solange das Safety-Car noch auf der Strecke ist. Das hat gleich Temperatur in die Reifen gebracht. Sie haben deshalb später gekörnt als bei den anderen. Das war unsere beste Phase. Da bin ich sogar an Ricciardo vorbei."

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