Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Mexiko - Formel 1 - Donnerstag - 26.10.2017 xpb
Ferrari - GP Mexiko - Formel 1 - Donnerstag - 26.10.2017
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Impressionen - GP Mexiko - Formel 1 - Donnerstag - 26.10.2017
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Wo landet Daniel Ricciardo 2019?

Australier lässt sich Zeit bei Entscheidung

Red Bull hat Max Verstappen mit der Vertragsverlängerung bis 2020 vom Markt genommen. Daniel Ricciardo ist für 2019 noch drauf. Der Australier will sich mit seiner Entscheidung Zeit lassen. Er ist im Transferpoker für die übernächste Saison in einer komfortablen Situation.

Diese Frage ist vom Tisch. Man muss sich nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, wo Max Verstappen 2019 fährt. Noch nicht einmal 2020. Red Bull hat seinen Superstar vom Markt genommen und ihm für kolportierte 30 Millionen Euro pro Jahr sämtliche Ausstiegsklauseln und eine Verlängerung bis 2020 abgekauft. Der Holländer spielt damit in der Gehaltsliga von Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Fernando Alonso.

Max Verstappen - GP Malaysia 2017
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Daniel Ricciardos Ausgangssituation ist anders. Sein Vertrag mit Red Bull endet nächstes Jahr ohne Wenn und Aber. Der Australier steht sowohl bei Mercedes als auch bei Ferrari auf der Liste der Fahrer, die das zweite Cockpit besetzen könnten. Sowohl Hamilton als auch Vettel haben bestätigt, dass sie mit Ricciardo kein Problem hätten.

„Ich habe nichts gegen Daniel. Aber es ist nicht meine Entscheidung. Als Rennfahrer muss ich bereit sein, gegen jeden zu fahren. Sonst kann ich gleich aufhören“, beendet Vettel Spekulationen, er würde ein Mitspracherecht bei der Besetzung des zweiten Ferrari in Anspruch nehmen.

Ricciardo lässt sich durch Verstappens Entscheidung nicht aus der Reserve locken. Der Australier sieht keine Notwendigkeit, sich jetzt zu einer schnellen Entscheidung drängen zu lassen. „Max ist vom Markt. Das ist sicher kein Nachteil für mich. Ich muss nicht sofort den Abzug ziehen, sondern kann den Anfang der Saison 2018 abwarten, um mir ein besseres Bild zu machen, wo Red Bull und die anderen Teams stehen.“

Ricciardos Motor hat überlebt

Keine Angst, dass Red Bull jetzt alle Karten auf den Mann setzt, der bleibt? „Bis jetzt war alles fair. Und ich will mir auch nicht Dinge einreden, die nicht existieren. Das belastet den Kopf nur mit negativen Gedanken. Ich verstehe, warum Red Bull Max unbedingt halten wollte. Er ist nicht nur ein großartiger Rennfahrer, sondern macht auch aus Marketinggründen Sinn.“

Für den GP Mexiko erwartet Ricciardo ein besseres Rennen als im letzten Jahr. „Wir sind mit unserem Auto in einer stärkeren Position. Unser Ziel muss sein, bei einem der letzten drei Rennen Lewis wenigstens noch einen Sieg abzujagen.“ In Austin hätte es nicht gereicht, auch wenn Ricciardo ins Ziel gekommen wäre. „Ich wäre sicher vor Kimi gelandet. Bei Seb bin ich mir nicht ganz sicher.“ Der Motor hat im Gegensatz zur ursprünglichen Annahme keinen Schaden genommen. „Der Öldruck ging runter. Ab einem bestimmten Punkt schaltet die Elektronik aus Sicherheitsgründen den Motor ab.“ Red Bull will den Australier auf jeden Fall ohne weitrere Motorstrafen durch die Saison bringen. „Wir fangen mal an, und schauen wie weit wir kommen.“

Ricciardo kam beim Anbremsen aus Dallas

Zu den strittigen Verletzungen der Streckenbegrenzung in Austin hat Ricciardo seine eigene Meinung. Stimmen, die eine Strafe für Valtteri Bottas forderten, wiegelt der Australier ab. „Beim ersten Mal war Valtteri zwar neben der Strecke, aber er musste einen weiteren Weg fahren, und er konnte auch nicht weiter nach innen, weil ich da war. Beim zweiten Mal kam ich beim Anbremsen ungefähr aus Dallas. Ich musste es versuchen, aber es hat halt am Kurvenausgang nicht mehr gereicht. Dafür war ich näher dran an ihm. Ich würde sagen, beides waren ganz normale Zweikämpfe.“

Max Verstappen - Red Bull - GP Mexiko - Formel 1 - Donnerstag - 26.10.2017
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Zum Thema Verstappen hält sich Ricciardo etwas bedeckt: „Im Vergleich zu Bottas oder den Fahrern, die in Kurve 19 weit raus sind, hat Max die Strecke abgekürzt. Da ist sicher mehr Spielraum für eine Diskussion.“ Ricciardo nimmt die Sportkommissare insofern in Schutz, dass er ihnen zugesteht, dass sie unter Zeitdruck entscheiden mussten, wer auf das Podium soll und wer nicht. „Es ist schwierig, in diesem Moment das Richtige zu machen. Für Max war es schon hart. Da bist du ein gutes Rennen gefahren, glaubst du bist auf dem Podium, und dann wirst du einfach aus der Sieger-Lounge gerissen. Aber wäre Kimi glücklich gewesen, wenn man ihm später erzählt hätte, dass er jetzt Dritter ist? Er hätte sich wahrscheinlich auch geärgert, dass man ihm die Podiumszeremonie gestohlen hätte.“

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Die Gerüchte kursierten schon etwas länger. Inzwischen ist es verkündet.

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