Red Bull - GP Monaco - Formel 1 - 2017 sutton-images.com
Sebastian Vettel
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Wo steht Red Bull?

Montreal ist der Prüfstand

Die nächsten drei Rennen sind die schwersten, sagt Red Bull-Teamchef Christian Horner. In Monte Carlo hinterließen die Red Bull den besten Eindruck in dieser Saison. Doch wie gut sind sie wirklich?

Lesen Sie aus dem Ergebnis von Monte Carlo keinen Trend für den Rest der Saison ab. Keine Rennstrecke ist so speziell wie der 3,337 Kilometer lange Ritt durch die Stadt. Sieben Kurven unter 100 km/h, nur 53 Prozent Vollgas, sechs harte Bremspunkte. Die Nackenmuskeln werden nur in der Massenet-Kurve am Ende der langen Steigung beansprucht. Da schlägt der Querbeschleunigungssensor auf 4,2 g aus.

Schnell ist, wer die Reifen am besten zum Arbeiten bringt und ein Auto hat, das dem Fahrer Vertrauen gibt. „Hier tastest du dich langsamer ans Limit heran als sonst“, sagt Sebastian Vettel. Zweifel am Auto kosten in jeder Kurve Zeit. Bei 19 Kurven ist man schnell bei einer halben Sekunde. Daniel Ricciardo war nach dem Rennen überzeugt: „Wir hätten noch mehr aus unserem Paket rausholen können.“

Ineffizienter Abtrieb tut in Monte Carlo nicht weh

Red Bull und sein Schwesterteam Toro Rosso haben in Monte Carlo ihre bislang beste Saisonvorstellung abgegeben. Doch wenn Red Bull in die Nähe von Mercedes kam, heißt das nicht, dass es auch bei den nächsten Rennen in Montreal, Baku und Spielberg so sein wird. Wenn Toro Rosso das Mittelfeld angeführt hat, muss das nicht auch auf nächsten Strecken so sein.

Die beiden Red Bull-Teams sahen aus ähnlichen Gründen beim Stadt Grand Prix stärker aus als bei den ersten fünf Grand Prix. Die Ingenieure fanden vom ersten Tag an bei der Fahrzeugabstimmung den rechten Kompromiss zwischen Abtrieb und mechanischem Grip. Die Autos schienen über die Randsteine zu schweben.

Beide Teams konnten ihre Autos maximal anstellen. Das produziert zwar ineffizienten Abtrieb, macht aber nichts. Es gibt nur zwei Geraden, auf denen sich schlechter Luftwiderstand auswirken könnte. Motorleistung spielt in Monte Carlo von allen 20 Rennstrecken die geringste Rolle. Dazu kam, dass sowohl Red Bull als auch Toro Rosso ihre Upgrades von Barcelona immer besser verstehen.

Motor-Upgrade doch schon in Baku?

Max Verstappen nahm den Rückstand von 0,318 Sekunden im Training trotzdem nicht zum Anlass zu träumen. „Wir wissen, dass in Monte Carlo die Abstände kleiner sind als anderswo.“ Und Carlos Sainz analysierte, warum er aus eigener Kraft im Training wie im Rennen auf Platz 6 fahren konnte: „Unser Auto war das gleiche wie in Barcelona. Wir haben nur die richtigen Setups gefunden.“

In Montreal, Baku und Spielberg zählen wieder andere Werte: Effizienter Abtrieb, Motorleistung, Topspeed. Erst da wird man sehen, wie gut die Ausbaustufen von Barcelona wirklich sind. Nach jüngsten Berichten soll Renaults Motor-Upgrade nun doch schon in Baku debütieren. Es bringt aber nicht drei, sondern nur ein Zehntel. Und für das Heimspiel in Spielberg will Red Bull den RB13 ein zweites Mal runderneuern.

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Die Pole Position in Monte Carlo war immer wie ein Orden.

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