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Mercedes - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 23. März 2017
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Ferrari - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 23. März 2017
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Die Wünsche der Top-Piloten

„Gleiche Motoren für alle“

Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo und Fernando Alonso durften vor der Saison ihre Wünsche äußern. Alonso will gleiche Motoren für alle, Hamilton mehr Frauen im Fahrerlager und Ricciardo ein Rennen in Las Vegas.

Die erste Pressekonferenz des Jahres brachte wenig Neuigkeiten, dafür aber wenigstens ein bisschen Erheiterung. Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo und Fernando Alonso hängen in der Luft. Keiner weiß, wo er steht. Hamilton stichelte Richtung Vettel: „Ferrari ist Favorit. Sie hatten bei den Testfahrten das beste Auto. Bei Red Bull müssen wir abwarten, was sie an neuen Teilen nach Australien mitbringen.“

Vettel redet sich heraus: „Wir haben uns auf uns selbst konzentriert und sind mit dem Auto zufrieden. Was die anderen angeht, stehen wir im Dunkeln.“ Dann spielte der Ferrari-Fahrer den Ball zurück: „Mercedes hatte drei Jahre lang das beste Auto, und sie haben ein sehr gutes Team. Die bringt eine Regeländerung nicht aus der Fassung.“ Hamilton verbessert: „Bislang gab es in der Geschichte der Formel 1 kein Team, das seinen Titel nach einer Regelreform verteidigen konnte.“ Falsch, Herr Vize-Weltmeister. McLaren-Honda wurde 1988 im letzten Jahr der Turbo-Ära und 1989 in der ersten Saison der Saugmotor-Generation Champion.

Alonso lobt harte Arbeit des Teams

Davon ist McLaren-Honda in diesem Jahr weit entfernt. Auch wenn die jüngsten Nachrichten aus dem Lager der Japaner die zarte Hoffnung verbreiten, dass es in Melbourne nicht so schlimm kommt wie bei den Testfahrten. Offenbar ist eines der großen Probleme, das zu den Motorschäden geführt hat, geklärt. Und die Verbrennung ist dank neuer Kennfelder besser im Griff. „Das ganze Team hat in den letzten drei Wochen sein Maximum gegeben“, lobte Alonso. Der Spanier sagte aber auch: „Wir wissen wegen der vielen Probleme nicht wie gut unser Auto ist, wenn wir mal ans Limit gehen können.“

Daniel Ricciardo hofft ebenfalls, dass sein Auto besser läuft als bei den Testfahrten. „Ich wäre gerne der erste Australier, der sein Heimrennen gewinnt.“ Teamchef Christian Horner meint, dass man sich möglicherweise damit gedulden müsse, bis Renault das erste Motor-Upgrade bringt und die Ingenieure das Auto besser verstehen. Er kündigt jedenfalls an: „Das wird das teuerste Wettrüsten aller Zeiten.“

Gleiche Motoren? Aber bitte nicht von Honda

Die vier Superstars der Formel 1 wurden auch gefragt, was sie sich von den neuen Besitzern der Formel 1 wünschen. Ricciardo hätte gerne ein Rennen in Las Vegas, Vettel einen Grand Prix von Deutschland und Hamilton würde am liebsten in Miami fahren. Der Mercedes-Pilot plädiert auch dafür, das Fahrerlager etwas mehr zu öffnen: „Mehr Frauen im Fahrerlager wären ein guter Anfang.“

Fernando Alonso mochte sich den Vorschlägen seiner Kollegen anschließen. Der Spanier hatte jedoch noch einen extra Wunsch in eigener Sache. „Ich hätte gerne gleiche Motoren für alle.“ Hamilton grinste: „Keine gute Idee. Und wenn es so kommt, bitte nicht welche von Honda.“ Ricciardo erkannte sofort die Brisanz der vorschnellen Aussage: „Ich sehe schon die Schlagzeilen.“

Motorsport Aktuell Stoffel Vandoorne - McLaren - Formel 1 - Test - Barcelona - 9. März 2017 Schmidts F1-Blog McLaren in der Klemme

Dem neuen Honda-Motor fehlt es an Leistung und Zuverlässigkeit.

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