GP Deutschland in Hockenheim

Diese Zahlen müssen Sie kennen

Michael Schumacher - GP Deutschland 2000 Foto: sutton-images.com 88 Bilder

Es ist der 63. GP Deutschland, der 36. in Hockenheim. Das sind nur zwei Zahlen von vielen, die Sie vor dem Motorsport-Höhepunkt in Deutschland kennen sollten. Wir sagen Ihnen, was Sie sonst noch zum elften WM-Lauf der Saison wissen müssen.

Es ist möglicherweise der letzte GP Deutschland für lange Zeit. Bevor sich die Autonation von der Formel 1-Bühne verabschiedet, betreiben wir noch ein paar Zahlenspiele. Wussten Sie, wie viele Grand Prix es bislang in Deutschland gab und wo sie stattfanden? Wer die schnellste Runde in Hockenheim gefahren ist? Wie viele verschiedene Sieger es gab? Wir sagen es Ihnen. Damit Sie rechtzeitig zum GP Deutschland mit allen wichtigen Zahlen gerüstet sind.

62 Grand Prix von Deutschland gab es seit Einführung der Formel 1. Der erste fand 1951 auf dem Nürburgring statt, der bislang letzte 2016 in Hockenheim.

3 Rennstrecken waren Gastgeber des GP Deutschland. 35 Mal der Hockenheimring, 26 Mal der Nürburgring und ein Mal die Avus. Auf dem Nürburgring wurde 22 Mal auf der Nordschleife gefahren und vier Mal auf dem neuen GP-Kurs.

14 Grand Prix fanden in Deutschland statt, waren aber kein GP Deutschland. Der Nürburgring spielte 12 Mal Gastgeber für den GP Europa und zwei Mal (1997, 1998) für den GP Luxemburg.

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10 Formel 1-Rennen fanden auf dem verkürzten Hockenheimring statt. Der 4,574 Kilometer lange Kurs ist seit 2002 im Einsatz. Davor wurde auf der klassischen 6,825 Kilometer langen Strecke mit seinen langen Waldgeraden gefahren.

6 Mal fand kein GP Deutschland statt: 1950, 1955, 1960, 2007, 2015 und 2017. Wir werden uns daran gewöhnen müssen. 2007 gab es immerhin den GP Europa auf dem Nürburgring.

13 Mal gab es gleich zwei Formel 1-Rennen in Deutschland. Mit Ausnahme von 1984 alle in der Schumacher-Ära.

1959 gab es das einzige Rennen der GP-Geschichte, das geplant in zwei Läufen ausgetragen wurde. Aus Angst vor Reifenschäden in der berühmten Steilkurve entschied der Veranstalter auf der Avus, das Rennen in zwei Mal 30 Runden einzuteilen. Die Ergebnisse der Einzelläufe wurden addiert.

1982 blieb die Pole Position leer. Didier Pironi war im dritten Training schwer verunglückt. Die Freitagszeit des Franzosen mit 1.47,947 Minuten konnte am Samstag wegen starken Regens nicht mehr unterboten werden. Somit hatten die Renault-Piloten Alain Prost und René Arnoux freie Sicht nach vorne. Gewonnen hat trotzdem ein Ferrari. Patrick Tambay feierte in Hockenheim seinen ersten GP-Sieg.

1 Mal wurde der GP Deutschland abgebrochen und neu gestartet. Bei einer Startkollision 2001 hatte sich Luciano Burti mitten im Feld überschlagen.

Luciano Burti - GP Deutschland 2001 Foto: xpb
Startunfall 2001: Burti fliegt durchs Feld.

501,820 Kilometer betrug die Renndistanz bei den GP Deutschland 1954, 1956 und 1957. Damals wurden auf der Nordschleife noch 22 Runden gefahren. Bei einem planmäßigen Ablauf kommt der GP Deutschland 2018 bei 67 Runden auf dem Hockenheimring nur auf 306,458 Kilometer.

1.13,306 Minuten war die schnellste Runde, die jemals auf dem neuen Hockenheimring erzielt wurde. Michael Schumacher fuhr mit einem Schnitt von 224,626 km/h im Jahr 2004 auf die Pole Position. Die schnellste Rennrunde gehört Kimi Räikkönen, ebenfalls aus dem Jahr 2004. Der Finne fuhr mit seinem McLaren damals eine Zeit von 1.13,780 Minuten, was einem Schnitt von 223,182 km/h entsprach. Beide Rekorde werden in diesem Jahr fallen.

93.000 Zuschauer waren Rekordbesuch auf dem neuen Hockenheimring. Aufgestellt gleich im Jahr der Eröffnung 2002.

62 Millionen Euro hat der Umbau der Strecke von 6,8 auf 4,5 Kilometer Länge gekostet.

60 Boxenstopps gab es beim letzten GP Deutschland 2016. Der Sieger brauchte drei Reifenwechsel für die 67-Runden-Distanz. Wetten, dass es dieses Jahr weniger werden.

64 Überholmanöver wurden beim letzten Formel 1-Rennen in Hockenheim gezählt. 31 davon mit Hilfe von DRS.

2 Regenrennen gab es in Hockenheim. 1988 und 2000. In beiden Fällen hat es jedoch nicht das gesamte Rennen geregnet.

5 Mal kam das Safety Car in Hockenheim zum Einsatz. Im Jahr 2000 gleich zwei Mal, wegen einer Person auf der Strecke und einem schweren Unfall von Jean Alesi. Auch 2001, 2003, 2008 und 2014 führte das SafetyCar das Feld einmal an.

Felipe Massa - GP Deutschland 2014 - Formel 1 - Tops & Flops Foto: Reinhard
Spektakel beim GP Deutschland 2014.

980 Meter misst die längste Vollgaspassage auf dem Hockenheimring. Das war Stand 2016. In diesem Jahr wird sich der Abschnitt vor der Haarnadel verlängern, weil die Fahrer aus Kurve 2 heraus früher aufs Gas steigen können.

22 verschiedene Sieger hat der Hockenheimring gesehen. Den Rekord hält Michael Schumacher mit vier Siegen in den Jahren 1995, 2002, 2004 und 2006. Ayrton Senna und Nelson Piquet sind dreifache Sieger.

349,9 km/h ist der höchste Topspeed, der je auf dem neuen Hockenheimring erzielt wurde. Aufgestellt hat ihn Rio Haryanto auf dem Manor im Jahr 2016. Auf der alten Strecke lagen die höchsten Geschwindigkeiten auf dem Waldgeraden bei über 350 km/h.

0,426 Sekunden betrug der knappste Vorsprung eines Siegers beim GP Deutschland. Mika Häkkinen gewann mit diesem Abstand 1998 vor McLaren-Teamkollege David Coulthard. Der ist Platz 30 in der ewigen Bestenliste.

22 Führungswechsel gab es 1959 beim GP Deutschland auf der Avus. Rekordhalter in Hockenheim ist der ersten Grand Prix im Motodrom 1970 mit 13 Führungswechseln.

39 Nennungen gab es beim GP Deutschland 1989, aber nur 26 Startplätze. 13 Fahrer mussten zuschauen. Die meisten Autos standen 1953 am Start. Der lange Nürburgring vertrug die 34 Teilnehmer locker.

19 war die größte Zahl an ausgefallenen Fahrern bei einem GP Deutschland. Von den 26 Startern kamen nur 7 ins Ziel. Nelson Piquet gewann die Materialschlacht auf einem Williams-Honda.

23 Fahrer kamen beim GP Deutschland 2012 in Wertung. Mehr als bei jedem anderen GP Deutschland. Das heißt: Nur ein Fahrer fiel aus. Wer war der Unglückliche? Ausgerechnet Lewis Hamilton mit Getriebeschaden.

11 Autos waren 1994 in eine Startkollision verwickelt, die Mika Häkkinen ausgelöst hatte. Der McLaren-Pilot wurde daraufhin für ein Rennen gesperrt.

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