Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP China 2017 - Shanghai - 7.4.2017 xpb
Impressionen - Formel 1 - GP China 2017 - Shanghai - 7.4.2017
Nico Hülkenberg - Renault - Formel 1 - GP China 2017 - Shanghai - 7.4.2017
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Zak Brown über Runden-Diät in China

„Brauchen einen Alternativplan“

Die Fans auf den Tribünen und die Zuschauer vor dem TV-Bildschirm langweilten sich am Trainingsfreitag von Shanghai. Die Fahrer spulten in 180 Minuten nur 88 Runden ab. McLaren-Boss Zak Brown fordert einen Alternativplan.

Eine Mischung aus Nebel und Smog bremste die Formel 1 am Trainingsfreitag von China ein. 22 Minuten betrug die Nettofahrzeit in der ersten Einheit. Statt 90 Minuten. Das zweite Training musste gar ganz abgesagt werden. Weil es für den Rettungshubschrauber unmöglich gewesen wäre, das zugewiesene Krankenhaus im Notfall anzusteuern.

Fans müssen unterhalten werden

Einen Plan B hatte die Königsklasse des Motorsports nicht. McLaren-Chef Zak Brown fordert, dass sich die Formel 1 für die Zukunft besser für Unvorhersehbares wappnen muss. „Wir brauchen einen Alternativplan. Wir müssen uns Fragen stellen: Sollten wir das Fahrerlager für die Fans in solch einem Fall öffnen? Was können wir sonst noch machen, um sie zu unterhalten? Sowohl an der Strecke als auch vor dem Fernseher. Und müssen die Fahrer im Standby-Modus bleiben, weil wir nicht sagen können, ob gefahren wird oder nicht?“ Anders ausgedrückt: Könnten die Piloten nicht Autogramme schreiben, oder für Fotos parat stehen, statt sich in der Garage die Zeit zu vertreiben?

Brown sieht den Spielball bei den Rechteinhabern und den Teams. Der Amerikaner ist zuversichtlich, dass zusammen mit den neuen Formel 1-Besitzern von Liberty Media alternative Szenarios erarbeitet werden. „In der neuen Ära gibt es eine wirkliche Zusammenarbeit zwischen den Teams und dem Rechtehalter. Am Ende des Tages ist es unsere Gesamtverantwortung, uns um die Fans zu kümmern. Wir müssen klären, wie wir eine solche Situation in Zukunft handhaben. Denn es wird wieder passieren.“

McLaren-Honda - Formel 1 - GP China 2017 - Shanghai - 7.4.2017
ams
Viel mehr als Boxenstopp-Training war für die Teams am Freitag nicht drin.

Es wurde schon darüber beraten, den GP China auf Samstag vorzuverlegen, weil für den Rennsonntag erneut schlechte Verhältnisse angekündigt sind. Nach intensiven Beratungen bleibt aber wohl beim ursprünglichen Zeitplan. „Wenn man wissen würde, dass es am Sonntag genauso wird wie heute, müssen wir am Samstag fahren. Aber leider weiß das keiner genau. Ich denke, man wird das erst am Sonntag beurteilen können.“ Für die Fahrer wäre eine Änderung kein Problem gewesen. „Sie wollen einfach Rennen fahren. Egal, ob freitags, samstags oder sonntags“, sagt Brown.

Aus sportlicher Sicht hätte das McLaren-Oberhaupt nichts gegen ein bisschen Regen im Qualifying und während des Grand Prix. „Regen würde uns sicher nicht schaden.“ Im Trockenen dürfte das geschätzte Power-Defizit von 100 PS zu sehr einbremsen. „Wir erwarten ein schwereres Wochenende als in Australien“, berichtet Brown.

McLaren beim Chassis auf der Höhe

Immerhin habe Honda den bei den Tests krankhaft unzuverlässigen Honda standfest bekommen. „In Australien waren wir in dieser Beziehung exzellent aufgestellt.“ Kritiker werden einwerfen, dass die Piloten verzögert hochschalten mussten, damit der Motor nicht zu heftig vibriert. Das kostete auf jeder Gerade ein Zehntel.

Von einer zerrütteten Ehe mit Honda will Brown nichts wissen. „Wir sind aneinander gebunden. Wir arbeiten eifrig daran, nach vorn zu kommen. Aber wir haben uns keinen Tag X gesetzt, an dem alles gut sein muss. Das hilft uns nicht. Ich habe vor den Tests gesagt, dass wir in diesem Jahr besser sein müssen als 2016. Das haben wir nicht geschafft. Jetzt müssen wir daran arbeiten, dort hinzukommen. Und im nächsten Schritt für 2018 die Weichen stellen.“

Chassis-Defizite am McLaren MCL32 sieht Brown nicht. „Wir hatten tausende Ziele auf unserer Chassis-Liste. 99 Prozent davon haben wir erfüllt. Wir sind zuversichtlich, dass wir ein sehr gutes Rennauto haben.“

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