Zu viel Rot für die Roten

Foto: Ferrari

Die Kritiker argwöhnen, Ferrari versteckt sich vor der Konkurrenz. Dass die Weltmeister beim Testen in Imola nicht antreten, hat andere Gründe: Die vielen Testunterbrechungen gefährden den engen Zeitplan der Roten.

Eine rote Flagge für den abgeflogenen Luca Badoer hier, ein sich drehender Giorgio Pantano in der Boxenausfahrt da, der Testalltag in Imola war in der ablaufenden Woche geprägt durch zahlreiche Unterbrechungen. Weil diese Leerlaufzeiten Gift für das Testprogramm sind, vermeidet Ferrari den Ausflug nach Imola oder Valencia. Das Schumacher-Team braucht jeden Kilometer und will stattdessen bis zur Abreise nach Melbourne weiter in Mugello fahren.

"Wir verstecken uns nicht", verteidigt sich der Weltmeister. Für uns macht es Sinn, in der Nähe unserer Basis zu testen. Es macht das Leben einfacher. Williams oder McLaren können gerne jederzeit nach Italien kommen." Mugello ist den anderen Teams im Vergleich zu den spanischen Strecken im Winter zu unbeständig, außerdem ist die Streckenmiete nur in Le Castellet teurer als in Mugello.

Die letzten Testtage vor Melbourne

Stattdessen werden Williams, McLaren, BAR und Toyota in der kommenden Woche in Imola testen. Renault, Jaguar und Jordan fahren in Silverstone, Sauber und Minardi haben ihr Testprogramm beendet. Es sind die letzten Testtage vor Saisonbeginn. Am Donnerstag (26.2.) müssen alle Teams abreisebereit für den GP Australien (7.3.) sein. Ferrari schickt allenfalls wieder ein Vorjahresauto nach Imola und bleibt ansonsten in Mugello.

Dort liegt seit Donnerstag Schnee. Am Freitag ruhte der Motor des F2004. Das Team hofft auf den Samstag und die kommende Woche. Rubens Barrichello ist bisher erst drei Tage im neuen Auto gefahren. Am Wochenende wird erst das dritte Chassis des F2004 fertig gestellt.

Michael Schumacher: "Was wollen wir mehr?"

2004 muss ein Auto ein ganzes Wochenende (700 statt 300 Kilometer) halten. 2003 ließ Ross Brawn den F2003 GA erst nach sechs erfolgreichen GP-Simulationen im Wettbewerb antreten. Davon ist Ferrari in dieser Saison weit entfernt. Aber einen Schritt zurück gibt es nicht. Die Titelverteidiger haben keine Anstrengungen unternommen, ein Interimsauto für den Notfall herzurichten.

"Das Auto ist schneller als das alte und grundsätzlich zuverlässig. Was wollen wir mehr? Ich sehe keinen Grund, warum wir nicht mit diesem Auto nach Australien fliegen sollten", sagt Michael Schumacher.

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