Zubehör

Neue Teile für die Nacht-Premiere

Foto: Singapur GP 56 Bilder

Am Wochenende feiert der Formel 1-Tross auf dem Stadtkurs von Singapur eine Premiere: Das erste Nachtrennen steht auf dem Programm. Um auch im Dunklen reibungslos zu arbeiten, haben die Teams spezielles Zubehör im Gepäck.

An allen Fronten haben die Techniker fieberhaft gearbeitet, um sich optimal auf die Herausforderungen vorzubereiten. Trotz der ungewöhnlichen Tageszeit sollen die Piloten so wenig wie möglich durch die äußeren Bedingungen abgelenkt werden. So haben einige Teams, wie z.B. BMW Sauber und Toyota reflektierende Boxentafeln eingepackt, die sich auch bei schlechter Beleuchtung gut ablesen lassen sollen.

Auch am Kommandostand ist man gut gerüstet. "Normalerweise sind die Boxen auch für Nachtarbeit gut ausgeleuchtet. Lediglich an der Boxenmauer werden wir zusätzliche Beleuchtung installieren", erklärt McLaren-Direktor Martin Whitmarsh. Die Bildschirme sind im Dunklen natürlich ebenso gut einsehbar wie die elektronischen Displays in den Autos.

Spezielle Visiere im Einsatz

Für die Piloten könnten die Sichtverhältnisse trotzdem etwas ungewöhnlich werden. Einen Blendschutz durch verspiegelte oder getönte Visiere benötigen die Fahrer jedenfalls nicht: "Für die Helme haben wir Visiere mit unterschiedlichen Farben dabei, die eine kontrastreiche Sicht bieten", erklärt Whitmarsh. Das Problem: Kunstlicht ergibt keinen natürlichen Schatten, was das perspektivische Sehen beeinträchtigen könnte.

Noch schwieriger könnte es werden, wenn es wie angekündigt zu abendlichen Regenschauern kommt. Die Helmhersteller versuchen sich so gut wie möglich auf diese Herausforderung einzustellen. Spezielle Entspiegelungstechniken sollen dafür sorgen, dass keine Reflektionen auf dem Visier entstehen. Eine Heizung vor dem Sichtschutz soll einem Beschlagen entgegenwirken.

Flaggen mit Beleuchtung

Die Fahrer müssen nicht nur die Konkurrenten auf der Strecke erkennen, sondern auch die Flaggen der Race-Marshalls. Die dürften in Singapur allerdings so gut wie nirgendwo zu sehen sein: Spezielle Leuchttafeln mit LEDs ersetzen die farbigen Stofflappen und strahlen hell und gut sichtbar für die Piloten am Streckenrand.

Auch für die Zuschauer soll das Renngeschehen wie bei einem normalen Grand Prix am Tag gut nachvollziehbar sein. Um die unterschiedlichen Reifenmischungen besonders gut sichtbar zu machen, hat Ausrüster Bridgestone die weichen Trockengummis und die Extrem-Wetter-Pneus mit einem weißen Streifen versehen, der bei Anstrahlung das Licht reflektiert.

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