Jörg Zander - Audi-Motorsport Audi
Peter Sauber - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 12. Mai 2018
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Die Zukunft von Sauber

Audi-Ingenieur Jörg Zander neuer Technik-Chef

Seit der Übernahme durch schwedische Investoren im Juli kann Sauber wieder für die Zukunft planen. Der Ausstieg von Audi aus der Sportwagen-WM schafft neue Möglichkeiten. Personell und bei der Vermietung des Windkanals.

Im Juli begann für Sauber eine neue Ära. Da übernahmen schwedische Investoren den Schweizer Rennstall. Seitdem steht Sauber finanziell auf sicheren Beinen. Gleich danach konnten die Ingenieure das Aero-Paket umsetzen, das eigentlich für den GP Spanien geplant war. Es kam in 3 Schritten und war beim GP Singapur komplett.

Im Juli wurde auch die Entwicklung des 2017er mit Volldampf angeworfen. Vorher war es nur auf Sparflamme gelaufen, weil die Kriegskasse nur dürftig gefüllt war. Wegen des späten Startschusses entschied Sauber, auf den 2016er Ferrari-Motor zurückzugreifen. Von dem sind Abmessungen und Kühlbedarf bekannt.

Teamchefin Monisha Kaltenborn glaubt, dass sich die PS-Einbußen in Grenzen halten. „Im nächsten Jahr dürfen nur 4, ab 2018 nur 3 Motoren pro Fahrer eingesetzt werden. Der Großteil der Entwicklung wird in Haltbarkeit und nicht in Leistung gesteckt.“

Sauber rüstet personell auf

Seit der Rettung des Rennstalls haben in Hinwil auch die Maßnahmen für den Wiederaufbau des Rennstalls begonnen. So langsam füllt Sauber auch wieder sein Technikbüro auf, das sich in der Zeit der Ungewissheit ausgedünnt hat. Ex-Williams und Toro Rosso-Ingenieur Xevi Pujolar wird neuer Einsatzleiter an der Strecke, Renault-Mann Nicholas Hennel neuer Aerodynamikchef.

Der Posten für den Chef der Fahrzeugdynamik ist noch vakant. Dagegen der des Technischen Direktors nicht mehr. Am Montag (7.11.2016) gab Sauber die Verpflichtung von Audi-Technikchef Jörg Zander bekannt. Für Sauber hatte sich durch den Rücktritt von Audi in der Sportwagen-WM eine unverhoffte Chance aufgetan. Audi bleibt zwar mit seinem DTM-Auto und dem Formel E-Projekt im Windkanal von Hinwil, kann jetzt aber die freigewordene WEC-Kapazität an andere Kunden verkaufen. Das ermöglicht neue Partnerschaften.

Jörg Zander auf dem Weg zu Sauber

Zander ist für Sauber ein alter Bekannter. Der 52-Jährige aus Ratingen ist seit 1996 im Motorsport tätig, auch in der Formel 1. Zander arbeitete bei BAR, Williams, BMW-Sauber und Honda. „Nach einigen Jahren im Top-Level Langstrecken-Motorsport, freut es mich sehr, in der Position des Technischen Direktors gemeinsam mit Monisha Kaltenborn, dem Team, all den hervorragenden Ingenieuren und Technikern eine neue Ära der Formel 1 in Angriff nehmen zu dürfen“, sagte Zander.

„Die neuen F1-Regularien bieten eine großartige Chance, mit Innovationen und technischer Kreativität Zeichen zu setzen. Meine Aufgabe wird unter anderem sein, eine stabile, effiziente Technik-Organisation zu definieren, die dieses Potential an Kreativität entfaltet und damit die Basis für die Entwicklung von erfolgreichen Formel 1-Fahrzeugen legt. Wir wollen uns natürlich verbessern und uns zunächst im Mittelfeld etablieren. Insgesamt ist es eine Herausforderung, der ich mit Spannung und Begeisterung entgegenblicke.“

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