Zuverlässigkeit

Ferrari hui, McLaren pfui

Foto: dpa

Dass Ferrari neben der Punktetabelle auch die Zuverlässigkeitswertung anführt, ist keine Überraschung, dass McLaren-Mercedes das Schlusslicht bildet, dagegen schon.

Nach sieben von 18 Rennen und 874 möglichen Runden, die ein Team mit zwei Autos zurücklegen konnte, hat Tabellenführer Ferrari 840 Umläufe absolviert. Das entspricht einer Quote von 96,3 Prozent und ist in der laufenden Saison der absolute Spitzenwert. Lediglich der Tunnelcrash von Michael Schumacher mit Juan Pablo Montoya in Monaco verhindert ein perfektes Ergebnis. So stehen bei 14 Starts 13 Zielankünfte zu Buche.

Die Nummer zwei in der Top-Ten-Liste der Ankommer ist Renault. Auch bei den Blau-gelben sahen die Autos bisher 13 Mal die Zielflagge. Die Mannschaft von Flavio Briatore schaffte lediglich fünf Runden weniger als Ferrari. Auch bei Renault steht ein einziger Unfall auf der Minus-Seite.

BAR nur auf Rang vier

Die Zuverlässigkeit von Alonso, Trulli und dem Renault R24 ist BAR-Honda ein Dorn im Auge. "Deshalb liegen wir in der Tabelle nur auf Platz drei, obwohl wir schneller sind", klagt Teamchef David Richards. Vier Motorschäden trüben das Bild, immer traf es Takuma Sato. So liegt BAR in der Zuverlässigkeitsstatistik gar nur auf Rang vier. Sauber beklagt nur zwei Ausfälle und schaffte mit 773 Runden einen Umlauf mehr.

Nur Fünfter ist Williams-BMW. Vier Defekte und ein Unfall senkten die Quote auf 752 Runden und 86,2 Prozent. Doch das wahre Desaster präsentiert der andere deutsche Hersteller: Die Paarung McLaren und Mercedes schaffte nur sechs von 14 möglichen Zielankünften. Allein fünf Mal ging der Motor hoch. Mit 534 zurückgelegten Runden liegen die Silbernen abgeschlagen auf dem letzten Platz. Selbst Minardi schaffte 585 Runden und ist mit 67,1 Prozent um sechs Prozent besser als das frühere Top-Team.

Motorschäden sind Mode

Seit die Zehnzylinder ein ganzes Rennwochenende halten müssen, sind Motorschäden bei den Ausfallursachen die No. 1. Bei 32 technischen Pannen, die die zehn Teams ereilten, war es 13 Mal der Motor, der streikte. Abgeschlagen auf Rang zwei der Pannenstatistik folgen sechs Getriebeschäden.

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