Zuverlässigkeitstabelle der Formel 1

McLaren top, Caterham flop

Nico Rosberg - GP England 2014 Foto: Wilhelm 15 Bilder

McLaren liegt zwar nur auf dem sechsten Platz in der Konstrukteurs-Wertung, führt aber die Zuverlässigkeits-Tabelle mit 6479 Rennkilometern nach elf Rennen an. Gefolgt von Ferrari und Mercedes. Am hinteren Ende liegt Caterham. Um den vorletzten Platz streiten sich Sauber und Lotus.

Wenn Rennkilometer das entscheidende Kriterium wären, dann läge McLaren-Mercedes auf einem guten Kurs, seinen Titel zu verteidigen. Der Traditionsrennstall aus Woking gewann im letzten Jahr die Zuverlässigkeits-Wertung vor Red Bull, und er führt auch in diesem Jahr die Rangliste an. Jenson Button und Kevin Magnussen haben in den ersten elf Grand Prix 6.478,9 von 6.616,8 möglichen Kilometern abgespult. Damit liegt McLaren knapp 200 Kilometer vor Ferrari, die es auf 6.294,2 Rennkilometer bringen.

Ferrari hat trotzdem noch eine weiße Weste. Das Team aus Maranello kam ohne einen Defekt bis zur Sommerpause. McLaren beklagte zwei Kupplungsschäden in Bahrain. Dass Ferrari trotzdem nur auf Platz 2 liegt, hat mit Kimi Räikkönens Unfall in der Startrunde von Silverstone zu tun. Der Nuller kostete Ferrari die Führungsposition.

Drei Defekte für Mercedes

Auf Platz 3 rangiert Mercedes mit 6.080,8 Kilometern. Dabei hat man bei den Silberpfeilen subjektiv das Gefühl, dass ziemlich viel kaputtgeht. Die meisten Defekte traten jedoch im Training auf und sind in dieser Statistik nicht vermerkt. Im Rennen blieben die WM-Spitzenreiter insgesamt drei Mal stehen. Eine defekte Zündkerze, ein Bremsdefekt, ein Getriebeschaden.

Red Bull hat die 6.000er Schallmauer nicht geschafft. Zwei Technikpannen von Sebastian Vettel in Australien sowie Monaco, das freiwilige vorzeitige Ende in Österreich sowie die freiwillige Aufgabe von Daniel Ricciardo in Malaysia trüben die Bilanz. 5.889,5 Kilometer bedeuten Platz 4. Immerhin noch vor Williams, die sich nur einen technisch bedingten Ausfall (Motorschaden) zu Schulden haben kommen lassen, aber wegen Felipe Massas Unfällen nach unten gezogen wurden. Der Brasilianer kam drei Mal nicht über die erste Runde hinaus. Das macht am Ende 5608,9 zurückgelegte Kilometer und Rang 5.

Lotus hat die meisten Ausfälle

Am hinteren Ende des Feldes liegen Speed und Defektanfälligkeit im Lot. Caterham ist sowohl in der Punktetabelle als auch in der Standfestigkeits-Hitliste Schlusslicht. Das Team aus Leafield kam über 4.579,6 Kilometer nicht hinaus. Es ist das einzige Team im Feld, das die 1.000 Runden-Marke noch nicht geschafft hat. Dabei weist Caterham noch nicht einmal die meisten Defekte oder die wenigsten Zielankünfte auf. Die Reihung der Defekte führt Lotus mit 10 Ausfällen an, die wenigsten Zielankünfte hat Sauber mit 11 von 22 möglichen. Das sind gerade mal 50 Prozent. Sauber liegt nach Rennkilometern mit 4.957,2 auf Platz 9.

Bei grober Betrachtung könnte man sagen, dass die Teams mit Mercedes-Motoren von der ausgereiften Antriebseinheit profitieren, und dass die kleinen Rennställe die Dummen sind, weil sie die Komplexität der neuen Technik überfordert. Doch dem widerspricht Ferrari als einziges Team ohne ein technisches Problem. Und auch Marussia, die mit einem Ferrari-Motor fahren. Die mit 200 Angestellten kleinste Mannschaft hat es sich mit 5.567,0 Kilometern bei nur einem Defekt im guten Mittelfeld auf Platz 6 bequem gemacht.

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