Zwei neue Formel 1-Teams

Ecclestone gibt Haas und Kolles seinen Segen

Stewart-Haas Racing Logo - Nascar Foto: xpb 23 Bilder

Ab der Formel 1-Saison 2015 soll das Feld von 22 auf 26 Autos aufgestockt werden. Der US-Rennstall Haas Racing und Colin Kolles bekamen die Lizenz für die Formel 1. Die FIA hatte sie bereits vor einem Monat erteilt. Jetzt gab auch Bernie Ecclestone seinen Segen. Wann die Neulinge bereit sind, ist noch offen.

Die Formel 1 wird bald wieder mit 26 Autos antreten. Im günstigsten Fall schon im nächsten Jahr. Formel 1-Chef Bernie Ecclestone deutete jedoch an, dass einer der beiden Bewerber vielleicht erst 2016 bereit sein wird. "Wir haben 2 neue Teams zugelassen. Ob sie es in die Formel 1 schaffen werden, ist ihre Sache."
 
Bei den beiden neuen Teams handelt es sich um Haas Racing und den Rennstall von Colin Kolles. Wer von beiden mit einem Jahr Verspätung einsteigen wird, hängt davon ab, was mit den Motorenverträgen passiert. Kolles will mit Renault-Motoren antreten. Haas schwankt zwischen Mercedes und Ferrari.

Haas Racing erstes US-Formel 1-Team seit 1986

Die Formel 1 hat damit wieder ein amerikanisches Team. Nach einem monatelangen Ringen bekam Haas Racing mit Sitz in Kannapolis, North Carolina, endlich die Lizenz, um 2015 als zwölftes Team in den Formel 1-Club aufgenommen zu werden. Der US-Geschäftsmann und Autonarr Gene Haas bekommt damit den Platz, der nach dem Zusammenbruch des HRT-Teams Ende 2012 freigeworden ist. Der zweite Slot geht an Colin Kolles, der den Antrag des serbischen Geschäftsmannes Zoran Stepanovich ausgestochen hat.
 
Man muss lange in der Formel 1-Geschichte zurückblättern, bis man das letzte US-Team findet. Namensvetter Carl Haas trat 1985 und 1986 unter der Bewerbung Haas-Lola an. Zuerst mit dem Hart R4-Turbo, dann als offizielles Werksteam von Ford. Vorher hielten Eagle (1966-1969), Shadow (1973-1980), Penske (1974-1977), Parnelli (1974-1976) und Scarab (1960) das Sternenbanner in der Königsklasse hoch.

Ecclestone ließ die Bewerber zappeln

Die FIA hatte Haas Racing bereits Ende Februar grünes Licht für eine Lizenzerteilung gegeben. Doch Bernie Ecclestone ließ sich Zeit. Obwohl er eigentlich in dieser Frage kein Veto-Recht hat, muss er gefragt werden. Ecclestone zweifelte zunächst daran, ob Haas sein Geld über einen längeren Zeitraum investieren wollte.
 
Darüber, dass genügend Geld vorhanden ist, bestand kein Zweifel. Haas Automotion ist der weltweit größte Hersteller für CNC-Maschinen mit einem Umsatz von einer Milliarde Dollar pro Jahr. Der 61-jährige Autonarr besitzt mit dem Windshear Windkanal in Concord, North Carolina die beste Anlage, die es gibt. Die Messsektion ist so groß, dass ein Auto in Originalgröße mit 290 km/h angeblasen werden kann. Gene Haas betreibt zusammen mit Tony Stewart seit Jahren ein erfolgreiches Nascar-Team.

Für 200 Millionen in drei Jahren bürgen

In der Woche vor dem Bahrain-GP gab Ecclestone schließlich seine Zustimmung. Mit dem Hinweis, dass man in der Formel 1 eine Summe von einer Milliarde Dollar leicht in vier Jahren verbraten könne. Wenn man Red Bull heißt.

Haas Racing will zunächst bescheidener auftreten. Beim Motorpartner schwankt das Team, das vom ehemaligen Red Bull-Teammanager Guenther Steiner geleitet wird, zwischen Mercedes und Ferrari. Vom Motorenhersteller werden auch das Getriebe, die Hydraulik und Teile der Lenkung kommen. Die Chassis werden nach eigenen Plänen bei Dallara gebaut. Die Aerodynamik entsteht von einem eigenen Ingenieursteam in North Carolina.

Haas und Kolles mussten bei der FIA für die Lizenz eine Summe von jeweils 130.000 Euro hinterlegen und einen Geschäftsplan präsentieren, dass sie 200 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren investieren können. Für Haas kein Problem. Hinter Kolles stehen offenbar rumänische Geschäftsleute, die in Monte Carlo leben.

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