F1-Tests Bahrain 2017 (Mittwoch)

Bottas schlägt Vettel

Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - Testfahrten - Bahrain - Mittwoch - 19.4.2017 Foto: sutton-images.com 77 Bilder

Am zweiten und letzten Testtag von Bahrain stoppte nur eine einzige Rotphase die Teams. Valtteri Bottas reihte sich ganz vorne ein. Sebastian Vettel steckte lange mit technischen Problemen in der Box, belegte am Ende aber den zweiten Platz.

Es ist vollbracht. Nach einem GP-Wochenende mit drei Übungseinheiten, Qualifying und Rennen sowie zwei Testtagen kehrt auf dem Bahrain International Circuit endlich wieder Ruhe ein. Die Formel 1 kehrt dem Wüstenkurs für 12 Monate den Rücken.

Am Mittwoch bekamen die Teams nochmals neun Stunden Zeit, Aerodynamik-Runs abzuspulen, neue Teile zu testen, am Fahrwerk herumzuspielen, die Pirelli-Reifen besser zu verstehen und schnelle Runden zu drehen. Zusammen spulten die Piloten sie 1.007 Runden und insgesamt 5.449 Kilometer ab. Die schnellste Bahn legte Valtteri Bottas hin. Der drittplatzierte des Rennens drehte in der letzten Teststunde eine Zeit von 1:31.280 Minuten.

Mercedes verrichtet wieder Reifenarbeit

Bottas unterbot damit auch die Bestmarke von Teamkollege Lewis Hamilton vom Dienstag um 0,078 Sekunden. Seinen schnellsten Run bestritt der Finne auf den Supersoft-Reifen. Mercedes fokussierte sich den Tag über insbesondere auf mittellange Stints auf der Supersoft- und Soft-Mischung.

Sebastian Vettel reihte sich auf den gelbmarkierten Pirellis auf dem zweiten Rang ein. Rückstand auf die Spitze: fast 3 Zehntel. Für Ferrari war es alles andere als ein reibungsloser Testtag. Bereits in der Früh steckte Vettel lange in der Garage fest. Zunächst, weil Ferrari nach 8 Umläufen auf die Fahrzeugkonfiguration vom Dienstag zurückrüstete. Während den Umbauarbeiten stellten die Techniker bei Systemsystemchecks ein Ölleck am SF70H Erst nach 3 Stunden und 36 Minuten nahm Vettel das geplante Programm wieder auf.

Allerdings zogen sich die technischen Gebrechen weiter durch den Tag. Ein Stromausfall in der Garage begrenzte die Streckenzeit. Schlussendlich brachte es der WM-Führende nur auf 64 Runden. Bottas dagegen schaffte mehr als doppelt so viele Umläufe. Obwohl auch er für kurze Zeit auf der Piste mit einem mechanischen Schaden an der Lenkung gestrandet war. Den dritten Rang sicherte sich Carlos Sainz, der am Nachmittag von Teamkollege Daniil Kvyat übernahm. Der Spanier drehte seinen schnellsten Umlauf auf Supersofts (+ 0,604 Sekunden). Auch Sainz legte seine Bestmarke gegen Ende der Session hin, als die Streckentemperaturen langsam abfielen.

Schwierige Bedingungen für die Teams

Tagsüber kletterten die Asphalttemperaturen auf bis zu 46 Grad. Die Bedingungen erschwerten lange die Testarbeit. "Die Strecke erlaubt keine konstanten Runs. Man kann nichts miteinander vergleichen. Das macht die Arbeit mühsam“, berichtete Mercedes-Chefingenieur Andrew Shovlin. Zu den hohen Temperaturen gesellten sich teils böige Winde. „Das treibt den Sand auf die Strecke. Er beschädigt Teile der Aerodynamik. Wenn die Oberflächen nur leichte Kratzer haben, hast du gleich schlechte Werte."

Bei McLaren konnte man aufatmen. Endlich lief der MCL32. Zumindest bis auf die letzten Meter. Bei Fallen der karierten Flagge verhungerte das Auto auf der Piste. Vandoorne musste nach etwas mehr als 81 Runden doch noch abgeschleppt werden. „Das ist unser bester Tag des Jahres“, sagte Teamchef Eric Boullier trotzdem und pustete durch. Wenn die Technik mitspielt, scheint das orange Auto ein schnelles zu sein. Mit Soft-Reifen kurvte Stoffel Vandoorne in 1:32.108 Minuten um die Bahn. Es fehlten dem Belgier 0,828 Sekunden auf die Bestzeit.

Kevin Magnussen kletterte in den HaasF1 und verglich wie Garagennachbar Romain Grosjean am Vortag das Bremsmaterial von Brembo und Carbon Industries. Es reichte für die fünfte Position. Wie in China hatte der US-Rennstall zudem zwei verschiedene Frontflügelvarianten im Gepäck.

Bei Force India teilten sich Esteban Ocon und Sergio Perez die Arbeit auf. Während sich der Franzose auf dem sechsten Rang klassifizierte, kam der Mexikaner nicht über den letzten Platz hinaus. Was bei Testfahrten aber reichlich egal ist. Red Bulls Nachwuchsfahrer Pierre Gasly drehte 65 Runden. Lange musste Red Bull aufgrund technischer Probleme zuschauen. Die Mechaniker montierten das gesamte Heck des RB13 ab. Gasly wurde Zehnter.

Davor reihten sich Daniil Kvyat, Gary Paffett (Williams) und Sergey Sirotkin (Renault) ein. Pascal Wehrlein stieg nach seinem starken Rennen am Sonntag wieder in den Sauber C36. Der DTM-Champion von 2015 stemmte 91 Runden auf den Asphalt. Er landete auf dem vorletzten Platz.

Die Bilder des zweiten Testtags finden Sie in der Galerie.

Zeitentabelle Bahrain Test 2017 - Tag 2

F1 Test Bahrain 2017 (Tag 2)

Fahrer Team Zeit / Rückstand Runden
1. Valtteri Bottas Mercedes 1:31.280 143
2. Sebastian Vettel Ferrari + 0.294 64
3. Carlos Sainz Toro Rosso + 0.604 68
4. Stoffel Vandoorne McLaren + 0.828 82
5. Kevin Magnussen HaasF1 + 0.840 88
6. Esteban Ocon Force India + 0.862 60
7. Daniil Kvyat Toro Rosso + 0.933 61
8. Gary Paffett Williams + 0.973 126
9. Sergey Sirotkin Renault + 1.007 90
10. Pierre Gasly Red Bull + 1.288 65
11. Pascal Wehrlein Sauber + 3.182 91
12. Sergio Perez Force India + 3.735 70
Die neue Ausgabe als PDF
SUV Erlkönig Land Rover Discovery Sport Land Rover Discovery Sport (2019) Künftig auch als Hybrid-SUV BMW Niere groß Retusche BMW-Nieren XXL Guck mal BMW, es geht noch breiter
Promobil
Reisemobile optimieren: Fahrkomfort Wohnmobil-Fahrwerk optimieren Mehr Komfort und Sicherheit Gebrauchtcheck: Hymer Camp Alkovenmobil Hymer Camp im Gebrauchtcheck Der jahrelange Bestseller
CARAVANING
Hero Camper Ranger Seite Hero-Camper von Kronings Zwei neue Modelle aus Dänemark Zugwagentest Alfa Stelvio - Titel Alfa Romeo Stelvio im Test Ein Auto mit Licht und Schatten
Anzeige
Gebrauchtwagen Angebote