Formel 3-EM 2018

Schumi Jr. macht Titel klar

Mick Schumacher - Formel 3 - Hockenheim - 2018 Foto: FIA F3 46 Bilder

Mick Schumacher hat sich in Hockenheim zum Formel-3-Europameister gekrönt. Der Sohn des F1-Rekordchampions machte den Titel im vorletzten Rennen des Jahres vorzeitig klar. Die Königsklasse muss aber noch etwas auf das Talent warten.

Mit 49 Punkten Vorsprung war Mick Schumacher zu den drei Finalrennen in Hockenheim gereist. Eigentlich hätte er die erste Champagnerflasche schon am Freitag nach dem Qualifying öffnen können. Im Zeittraining bewies der 19-Jährige Nervenstärke und sicherte sich für alle Läufe Startplätze weit vor seinem ärgsten Konkurrenten Daniel Ticktum.

Alles sah danach aus, als könne Schumacher dann auch schon im ersten Lauf den Meistertitel klar machen. Er hätte dafür nur vor seinem Verfolger ins Ziel kommen müssen. Doch dann demolierte sich Schumacher schon in der ersten Runde bei einem Zweikampf den Frontflügel und blieb auf Rang 12 ohne Punkte. Ticktum landete auf Position 5 und hielt die Meisterschaft damit rechnerisch noch offen.

Titelvergabe in Rennen 2

Doch im zweiten Rennen ließ Schumacher dann nichts mehr anbrennen. Von Startplatz 2 musste der Prema-Pilot nur Polesetter Jüri Vips den Vortritt lassen. Weil Ticktum dieses Mal nur Siebter wurde, war der Titel nun endgültig eingetütet. Ein weiterer zweiter Platz im Finale am Sonntag hinter Rookie Robert Shvartzman ließ den Vorsprung am Ende auf komfortable 57 Punkte anwachsen.

Mick Schumacher - Formel 3 - Hockenheim - 2018 Foto: FIA F3
Mick Schumacher feiert mit Mutter Corinna. Vater Michael konnte leider nicht live dabei sein.

Nach dem ersten großen Titel in seiner Karriere war Schumacher erst einmal sprachlos: „Das ist schwer in Worten zu beschreiben. Es ist eine große Erleichterung. Ich lebe meinen Traum, das ist das beste Gefühl, das man haben kann.“

Auch in dem kleinen Fehler im ersten Rennen sah der 19-Jährige noch etwas Positives: „Ich hatte noch nie die Situation, so einen Vorsprung in einer Meisterschaft zu haben. Da habe ich dieses Wochenende was dazugelernt. In Rennen eins habe ich gesehen, dass ich vielleicht doch zu motiviert war und in dem Moment zu viel Adrenalin hatte.“

Schumacher mit unglaublichem Schlussspurt

Zu Beginn der Saison hatte es lange nicht danach ausgesehen, als könne der Youngster mit dem großen Namen dieses Jahr um den Formel-3-Titel mitfahren. Erst zur Halbzeit platzte mit dem ersten Sieg in Spa-Francorchamps der Knoten. Anschließend ließ Schumacher mit 11 Podestplätzen und 7 weiteren Siegen in den letzten 15 Rennen eine unglaubliche Erfolgsserie folgen.

Selbst bei zwischenzeitlich 67 Punkten Rückstand habe er nicht den Glauben an den Titel verloren: „Die Meisterschaft war mein Ziel und ich habe nie aufgehört, an jedem Punkt von mir zu arbeiten, um das zu realisieren. Als es in Spa losging, wusste ich: Okay, jetzt kann ich wirklich zu einhundert Prozent Gas geben und mich auch noch weiter in einigen Punkten verbessern, zum Beispiel bei Starts oder im Qualifying. Das haben wir geschafft.“

Wie es jetzt mit Schumacher weitergeht, ist noch nicht ganz klar. Auch wenn das Ausnahmetalent nun die nötigen Superlizenz-Punkte für einen Formel-1-Einstieg hätte, kommt der Wechsel in die Königsklasse wohl noch zu früh. Ursprünglich war geplant, dass Schumacher ein weiteres Jahr in der dann neuformierten Formel 3 dranhängt. Doch nach dem Titelgewinn sieht es nun eher danach aus, dass der Aufstieg in die Formel 2 folgt. Dort könnte er weiter für das Team Prema fahren und im Rahmenprogramm der Formel 1 auf sich aufmerksam machen.

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