Lucas di Grassi - Formel E - Berlin - 2019 Motorsport Images

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Formel E in Berlin 2019: Di Grassi zurück im Titelrennen

Formel E in Berlin 2019 Di Grassi zurück im Titelrennen

Die ehemaligen Formel E-Champions machten auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof den Sieg unter sich aus: Lucas di Grassi im Audi gewann vor seinem alten Lieblingsgegner Sébastien Buemi (Nissan).

Berlin ist für Audi immer eine Reise wert. Im letzten Jahr feierte die Arbeitsgemeinschaft Audi Sport-Abt-Schaeffler auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof mit Daniel Abt und Lucas di Grassi einen Doppelsieg. Diesmal gewann der Brasilianer, während der Deutsche immerhin noch den sechsten Platz mitnahm.

Mit seinem zweiten Saisonsieg meldete sich di Grassi nachdrücklichst zurück im Titelkampf. Vor den letzten drei Saisonrennen beträgt sein Rückstand auf Tabellenführer und Titelverteidiger Jean-Éric Vergne nur noch sechs Punkte. „Jetzt geht’s erst richtig los!“, kündigte der Formel E-Meister von 2017 im Überschwang der Gefühle an. „Aber in der Formel E weiß man nie. Die Serie ist völlig unberechenbar.“

Di Grassis Weg zum Sieg: Gestartet von Platz drei dauerte es nur zwei Runden, ehe er sich den HWA von Stoffel Vandoorne vorknöpfte. Dann rückte ein alter Erzrivale in di Grassis Visier: Sébastien Buemi. Mit dem Schweizer, der vier Jahre lang für das Renault-Werksteam fuhr und der jetzt für dessen Nachfolge-Équipe (und Konzernschwester) Nissan tätig ist, hatte sich di Grassi in der Vergangenheit teils erbarmungslose Duelle geliefert, die bisweilen auch die Grenzen des Erlaubten sprengten.

Lucas di Grassi - Formel E - Berlin - 2019
Motorsport Images
Di Grassi ließ die vielen Audi-Fans in Berlin jubeln.

Di Grassi macht kurzen Prozess

Sensationslüsterne Zuschauern lechzten jetzt in Berlin schon nach dem nächsten explosiven Kampf, doch di Grassi übersprang die Hürde Buemi mit Leichtigkeit und ohne viel Aufsehen zu erregen. Danach cruiste der Brasilianer ohne große Schreckmomente für sich und seine Crew zu seinem insgesamt zehnten Sieg in der Fornel E.

Auch Sébastien Buemi war zufrieden. Das Duell gegen den Erzfeind aus Brasilien kommentierte er nach dem Rennen gestisch, und zwar mit einer lässigen Handbewegung. „Nichts Besonderes.“ Und außerdem gab’s ja auch für Buemi etwas zu feiern, nämlich die zweite Pole-Position der Saison sowie den ersten Podiumsbesuch des Jahres. „Im Training verzeichnen wir einen Vorteil“, räumte Buemi ein. „Aber im Rennen haben wir das Maximum herausgeholt. Besser sind wir nicht.“

Der Dritte im Bunde der zufriedenen Formel E-Meister war Jean-Éric Vergne. Der Titelverteidiger schaffte es mit beherzten Überholmanövern, aber auch mit durch das clevere Fernbleiben bei Mittelfeld-Rangeleien, den neunten Startplatz in Rang drei zu transformieren.

Pech für deutsche Piloten

Die vier deutschen Akteure hatten wenig Fortüne. Von hinten nach vorne: André Lotterer verpatzte das Quali, weil er die schnelle Runde um 0,2 Sekunden zu spät in Angriff nahm – Startplatz 22. Im Rennen schied der DS-Techeetah mit zu hoher Batterietemperatur, mehr als 72 Grad, aus. Max Günther mühte sich im Dragon des chronisch erfolglosen Teams von Jay Penske auf P15.

Pascal Wehrlein (Mahindra) kam auf P10. Daniel Abt nahm P6 gelassen: „Anfangs war ich mitten im Sandwich. Danach stand das Lenkrad schief. Mehr war so einfach nicht drin.“

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