Nissan Note im Gebrauchtwagen-Ckeck

Spritsparender Mini-Van

Nissan Note, Frontansicht Foto: Archiv 4 Bilder

Kurz, praktisch und mächtig variabel. Der Note teilt sich die Basis mit dem Renault Modus und macht besonders für Einsteiger Sinn. Gebrauchtwagen-Check.

Im kleinen Note muss man auf nichts verzichten. Wie große Vans hat er ein Schienensystem für die Rückbank. Bei wenig Gepäck flutscht die Bank für Beinfreiheit satt nach hinten; ist die Bank ganz vorne, passen bis zu 437 Liter in den Kofferraum. Über den vorgeklappten Beifahrersitz hinweg kann zusätzlich bis zu 2,40 Meter langes Sperrgepäck verstaut werden. Das Nachfolgemodell, seit Mitte 2013 auf dem Markt, kommt ohne verschiebbare Rückbank aus.

Nissan Note, Fondsitze Foto: Archiv
Seit 2013 kommt der Nissan Note ohne verschiebbare Rückbank aus.

Motor

Für Wenigfahrer sind besonders die beiden Benzinmotoren interessant. Sie stammen von Nissan und kommen mit 1,4 und 1,6 Litern Hubraum auf 88 respektive 110 PS. Leisetreter sind beide vor allem bei hohen Tourenzahlen nicht, dafür geht der Verbrauch mit weniger als sieben Litern in Ordnung. Sparsamer sind die beiden 1,5-Liter-Turbodiesel von Renault mit 86 und 104 PS, Verbrauchswerte um fünf Liter sind machbar, frühe Fahrzeuge vor 2005 wurden ohne Partikelfilter ausgeliefert.

Karosserie

Durch das gegenüber dem Modus verlängerte Chassis kommt der Note wie auch der Grand Modus auf eine Außenlänge von immer noch großstadttauglichen 4,08 Metern. Der NCAP-Crashtest bescheinigt der Note-Karosse hohe passive Sicherheitsreserven: vier von fünf Sternen.

Verarbeitung

Die variable Einrichtung ist praktisch, genauso wie die Materialauswahl. Hartplastik ist nun mal vor allem günstig und pflegeleicht – nicht immer jedoch klapperfrei und edel. Die im Neuzustand sehr weich gepolsterten Sitze bieten nach Jahren der Benutzung nicht mehr viel Seitenführung. Ablagen gibt es dafür reichlich.

Nissan Note, Motor Foto: Archiv
Der Benziner leistet bis zu 110 PS. Der Diesel kommt auf 104 PS.

Sicherheit

Der hohe Schwerpunkt und die wenig straffe Fahrwerksauslegung sorgen für Lastwechselempfindlichkeit in schnell gefahrenen Kurven. ESP sollte daher an Bord sein, wird aber erst seit August 2010 serienmäßig angeboten.

Fahrwerk

Der vergleichsweise lange Radstand sorgt für ordentlichen Abrollkomfort und akzeptables Lenkverhalten. Die Fahrwerkskomponenten mit höherer Kilometerleistung sollten vor dem Kauf vom Fachmann inspiziert werden.

Wie zuverlässig ist der Note?

Das sagen die Dekra-Prüfer: Der einstige Klassenprimus zeigt zwar keine großen Schwächen, rangiert aber dennoch nur im Mittelfeld seiner Klasse. Bei Fahrzeugen über 50.000 km Laufleistung sollte das Fahrwerk auf defekte Gummilagerungen der Querlenker sowie Stabilisator- und Koppelstangenlagerungen untersucht werden. Gelegentlich fallen noch Fahrzeuge mit gebrochenen Federn sowie kleineren Mängeln an der Auspuffanlage auf.

Welcher Motor ist empfehlenswert?

Der praktische Nissan Note ist übersichtlich. Genauso wie sein Motorenportfolio mit zwei sparsamen Benzinern und zwei noch sparsameren Turbodieseln. Für die Stadt und bei häufigem Kurzstreckenverkehr mit Jahresfahrleistungen unter 15.000 Kilometern empfiehlt sich der 110 PS starke 1,6er-Benziner, den es, wenn auch selten, mit Automatik gibt. Wer sich für einen Diesel entscheidet, fährt mit dem recht antrittsstarken 1,5-Liter-Turbodiesel von Renault mit 86 PS gut und auch erstaunlich günstig.

Welches Modelljahr?

ESP war erst ab August 2010 Serie. Der Preis des Note liegt generell unter dem des vergleichbaren Renault Grand Modus. Recht günstig können auch Diesel vor 2006 sein. Ist ein Partikelfilter nachgerüstet?

Welche Ausstattung ist sinnvoll?

Wer volle Variabilität durch doppelten Ladeboden will, wählt mindestens die Ausstattung Acenta. Darin enthalten ist auch das Komfortpaket mit CD-Radio und Klimaanlage. Die Einparkhilfe war ab 2010 optional.

Was kostet er?

Gute 2010er sind schon um die 7.000 Euro zu finden. Ob Diesel oder Benziner, spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle. Preisentscheidend sind letztlich der optische Zustand und der Blick auf diverse Schwachpunkte am Fahrwerk.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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