Baku City Circuit - Formel 1 - Rennstrecke ams

GP Aserbaidschan

Der Baku City Circuit

Seit der Saison 2016 fährt die Formel 1 einmal jährlich in Aserbaidschan. Der schnelle Stadtkurs in der Hauptstadt Baku garantiert Action. Die spektakuläre Streckenführung stammt aus der Feder von F1-Baumeister Hermann Tilke.

Der Baku City Circuit ist mit einer Länge von 6,003 Kilometern die zweitlängste Strecke im Kalender. Nur Spa-Francorchamps hat noch einen Kilometer mehr zu bieten. Vom Layout her könnte die Strecke in Baku abwechslungsreicher nicht sein.

Ab dem Ausgang von Kurve 16 stehen die Fahrer für fast zwei Kilometer voll auf dem Gas. Dabei fliegen sie in ihren Autos um die Kurven 17, 18, 19 und 20. Baku ist der schnellste Stadtkurs der bisherigen Geschichte. Im Rennen erreichen die Autos mit Windschatten und DRS fast 330 km/h. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Pole-Runde 2018 – gefahren von Sebastian Vettel – lag bei 212.918 km/h.

Wie bei Stadtkursen üblich sind Auslaufzonen Mangelware. Die Mauern, Leitplanken und Tecpro-Barrieren stehen nah an der Ideallinie. Der winklige Abschnitt durch die Altstadt von Baku ist einmalig. Hier ist das Asphaltband zum Teil nur 7,5 Meter breit. Das ist ein Rekord.

Der Stadtkurs in der 2-Millionen-Metropole liegt 28 Meter unter dem Meeresspiegel. Wer nun denkt, dass es an der Küste des kaspischen Meeres nur flach daher geht, der irrt. Die größte Steigung beträgt 12 Prozent. Runter geht es mit bis zu 9 Prozent. Die 20 Kurven werden gegen den Uhrzeigersinn durchfahren.

Beim Setup müssen die Ingenieure einen Kompromiss zwischen Abtrieb und Top-Speed finden. Weil viele Abschnitte jedes Jahr speziell für den GP Aserbaidschan neu asphaltiert werden, finden die Piloten vor allem zu Beginn des Wochenendes nur wenig Grip. Auch für die Fotografen ist Baku eine anspruchsvolle Strecke. In den engen Gassen der Altstadt kann man sich leicht verlaufen. Dafür bieten die historischen Gebäude aber auch einen faszinierende Kulisse für einmalige Bilder.