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GP Monaco (Formel 1)

Großer Preis von Monaco (Formel 1) Rennstrecken Grafik Foto: auto motor und sport

Nicht nur die Fahrer fiebern dem schweißtreibenden Rennen auf dem Straßenkurs in den Häuserschluchten von Monaco entgegen, sondern auch Stars und Sternchen. Bei keinem anderen Grand Prix vermischen sich Party, Prosecco und Promis so mit qualmenden Reifen, verbranntem Gummi und Benzingeruch.

Während neben der Piste vor allem der Spaß im Mittelpunkt steht, ist auf der Strecke volle Konzentration gefragt. Der 3,340 Kilometer lange Stadt-Kurs verzeiht keine Fehler und verlangt wahre Kurvenkünstler. Die Mauer ist jederzeit im Sichtfeld, der Belag uneben und die Kurven extrem eng. Kein Wunder, dass viele Formel-1-Fahrer diesen Kurs als ihr "Wohnzimmer" bezeichnen.

Wer im "Wohnzimmer" erfolgreich sein will, braucht vor allem Mut. Gleich nach Start und Ziel geht es in eine enge 90-Grad-Kurve, die schon in der ersten Runde so manches Opfer eingefordert hat. Danach beschleunigen die Piloten bis auf 269 km/h vorbei am Casino und dem glamourösen Hotel de Paris, bevor sie wenige Kurven später die Loews-Haarnadel mit weniger als 50 km/h passieren – die langsamste Kurve der ganzen Formel-1-Saison. Daneben bietet die Strecke auch den einzigen Tunnel im Rennkalender.

DAS Straßenrennen der Formel 1 in Monaco

Am Ausgang der Unterführung, der schnellsten Stelle des Kurses, schießen die Piloten mit 289 km/h Richtung Hafen. Ein enge Schikane zwingt die Boliden anschließend jedoch zur abrupten Verzögerung. Wie erwartet ist bei einem engen Stadtkurs wie Monte Carlo der Vollgas-Anteil mit 42% nicht sehr hoch.

Umso höher ist der Bremsen-Verschleiß und der Abtriebs-Level. Schließlich ist besonders in den schwierigen engen Biegungen viel Grip gefragt. Doch auch wer all diese Voraussetzungen mitbringt, hat den Erfolg noch nicht gepachtet, denn kaum eine Rennstrecke hält so viele Überraschungen bereit wie Monaco.