Ford Granada II (1977 - 1985) in der Kaufberatung

Solide Technik und rostanfällige Karosserie

Ford Granada II, Frontansicht Foto: Karl-Heinz Augustin 4 Bilder

Die Ford Granada-Formel: Solide Technik und rostanfällige Karosserie. Turnier-Modelle mit V6-Motor sind so selten, dass sie von Idealisten restauriert werden. Modelle ab dem 82er Facelift sind besser rostgeschützt.

Die Ford Granada-Formel: Solide Technik und rostanfällige Karosserie. Turnier-Modelle mit V6-Motor sind so selten, dass sie von Idealisten restauriert werden. Modelle ab dem 82er Facelift sind besser rostgeschützt.

Karosserie-Check

Der Ford Granada II ist dem arg rostanfälligen Urmodell in Sachen Blechqualität und Korrosionsschutz zwar überlegen, doch sie teilen sich die Karosseriestruktur - so blieben die typischen Schwachstellen erhalten.

Der Vorderwagen des Ford Granada rostet mangels schützender Innenkotflügel an den Stehblechen und im unteren Teil der A-Säule. Die vorderen Schwellerspitzen bilden taschenförmige Einzüge, die ebenfalls häufig durchgerostet oder schon geschweißt sind. Manchmal sind auch die vorderen Längsträger marode, die Vorderachse und Motor aufnehmen.

Die Schweller korrodieren meist an den Wagenheberaufnahmen. Radläufe und Endspitzen gehören ebenso zu den typischen Schwachstellen wie der Querträger über dem Differenzial. Oft litt das Interieur des Ford Granada unter Sonneneinstrahlung.

Technik-Check

Wegen der Grauguss-Zylinderköpfe wird für die Vierzylinder-OHC- und V6-Motoren des Ford Granada grundsätzlich Bleiersatz beim Tanken empfohlen. Ansonsten brauchen die robusten und sehr langlebigen Motoren nur regelmäßige Ölwechsel und gelegentliches Einstellen des Ventilspiels. V6-Stirnräder und OHC-Zahnriemen sollte man etwa alle 90.000 km oder besser gleich nach dem Kauf (wegen Überalterung) wechseln.

Die Schaltgetriebe des Ford Granada sind robust, dafür macht die C3-Automatik bei nachlässiger Wartung häufiger Probleme, sie schaltet dann mit Schlupf oder zu spät in die nächste Stufe. Verschleißanfällig sind die altersmürben Fahrwerksbuchsen der Vorderachse und die Endtöpfe der Auspuffanlagen.

Preise

Für einen gepflegten Ford Granada ruft Classic-Car-Tax einen Preis von etwa 6.900 Euro auf. Mäßig erhaltene Fahrzeuge gibt es für rund 1.900 Euro.

Bei Einführung 1977 (Granada 2.8i Ghia Turnier, 160 PS)
26.775 Mark
Bei Produktionsende 1985 (Granada 2.8i Ghia Turnier, 150 PS)
33.350 Mark

Ersatzteile

Technik-Teile gibt es für den Ford Granada auch dank des weit gefächerten Ford-Baukastens mit vielen Gleichteilen (auch Scorpio) immer noch problemlos. Ansonsten liefern Spezialisten wie Autohaus Foerster (www.ford-foerster.de ) oder Dietmar Bisseling (www.ford-oldtimer-ersatzteile.de) Restbestände von Blech- und Ausstattungsersatz, die selten geworden sind.

Schwachpunkte

  1. Kotflügel und Stehbleche
  2. A-Säule, Längsträger vorn
  3. Schweller, Wagenheberaufn.
  4. Radläufe, Endspitzen
  5. Querträger hinten über Di.
  6. Stirnräder, Nockenwellen
  7. Ölundichtigkeiten
  8. Standschäden K-Jetronic (2.8i)
  9. Zugesetzte Kühler
  10. Fahrwerksbuchsen
Ford Granada II, Igelbild, Schwachstellen

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Die Ford Granada-Formel: Solide Technik und rostanfällige Karosserie. Turnier-Modelle mit V6-Motor sind so selten, dass sie von Idealisten restauriert werden. Modelle ab dem 82er Facelift sind besser rostgeschützt.

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