Ford Sierra 2.0i

Mittelklasse-Limousine in der Kaufberatung

Ford Sierra 2.0i, Frontansicht Foto: Arturo Rivas 10 Bilder

Der Sierra gilt als problemloses Alltagsauto – auch im Youngtimer-Alter. Er bietet anspruchsvolle Technik mit Heckantrieb und DOHC-Motor zum günstigen Preis. Fällige Reparaturen sind einfach zu erledigen. Wir checken ihn für Sie in unserer Kaufberatung.

Karosserie-Check

Rost spielt auch beim mindestens 21 Jahre alten Ford Sierra (MK2) eine Rolle. Oft findet er sich an den Außen- und Innenschwellern hinten beidseitig – in Höhe der Aufnahmen für die Schräglenkerachse. Wird der Rostbefall früh erkannt, kann ein Reparaturblech eingeschweißt werden. Ansonsten muss die Hinterachse teilweise entfernt werden, für sehr günstige Autos meist ein wirtschaftlicher Totalschaden. Weitere Korrosionsherde am Ford Sierra: Türböden, hintere Radläufe und die Heckklappe. Das Interieur der einfacheren Ausstattungslinien verschleißt recht schnell.

Technik-Check

Die Pinto- und OHC-Motoren gelten als ausgesprochen zuverlässig und langlebig. Alle 120.000 Kilometer muss beim OHC der Zahnriemen getauscht werden. Ab und an machen die Ventilschaftdichtungen (Blaurauch) Probleme. Sie können jedoch einfach gewechselt werden. Der getestete DOHC-Motor des Ford Sierra 2.0i mit 120 PS wird per Kette angetrieben und passt optimal zur Mittelklasse- Limousine. Vergaserprobleme sind beim seltenen V6- und dem 1,6-Liter-CVHMotor bekannt. Die Getriebe arbeiten präzise und halten lange.


Preise

Classic-Tax-Preis 2014 (Zustand 2/4) 2.100/500 Euro


Bei Einführung 1990 (Ford Sierra 2.0i)
28.120 DM
Bei Produktionsende 1993 (Ford Sierra 2.0i)
32.490 DM

Ersatzteile

Die Ersatzteillage für den Ford Sierra ist gut. Technikteile für sämtliche gängigen Modelle – außer dem Cosworth – sind sofort erhältlich und preiswert. Bei einigen der zahlreichen Ausstattungsvarianten kann es aber zu Teileengpässen kommen.

Schwachpunkte

  1. Ölundichtigkeiten Antrieb
  2. Zahnriemen (Wechselintervall)
  3. Vergaserprobleme (CVH, V6)
  4. Ventilschaftdichtungen (OHC)
  5. McPherson-Federbeindome
  6. Fahrwerksbuchsen
  7. hintere Schwellerpartien
  8. hintere Radläufe
  9. Türböden und Außenkanten
  10. Kantenrost im Motorraum
Ford Sierra 2.0i, Schwachstellen, Igelbild

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Die brave Limousine überzeugt mit inneren Werten. Der Ford Sierra bietet viel Platz und mit einem Motor um 120 PS eine ansprechende Fahrleistung. Heckantrieb und die knackige Schaltung sprechen für die Mittelklasse-Limousine. Nur Rost ist ein Thema.

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