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Ferrari 365 GT 4,400 GT, 412 Kaufberatung

Robuster als man denkt

Ferrari 412, 1988, Seite Foto: Frank Herzog 9 Bilder

Der souveräne Frontmotor-Ferrari mit klassischem Colombo-V12 zeigt sich mechanisch bei regelmäßiger Wartung weit robuster, als man denkt. Auch die Karosseriequalität überzeugt bis auf einige Schwachstellen.

19.12.2013 Alf Cremers Powered by

Karosserie-Check

Für die Karosseriequalität der großen Ferrari Frontmotor-Viersitzer gilt: je später gebaut, desto besser. Die Rostvorsorge an einem 412 ist um Längen besser als beim Urmodell 365  GT 4/2 + 2. Trotzdem ist darauf zu achten, dass der Gitterrahmen rostfrei ist und keine  Unfall-Stauchungen aufweist.

Rost nistet sich bei den von Pininfarina in einer Kleinserie von rund 2.852 Stück gebauten Karosserie vor allem im Bereich der Vorderkotflügel, der Schweller und der hinteren Radläufe ein. Manchmal sind beim Ferrari 412 auch Rostbläschen am Übergang von der C-Säule zum Dach sichtbar. In seltenen Fällen lassen sich auch Durchrostungen am Gitterrohrrahmen im Spritzwasserbereich der Vorderräder feststellen.

Technik-Check

Die hohen Wartungs- und Reparaturkosten des großen Zwölfzylinder-Ferrari verleiten bisweilen dazu, die Tachowelle auszuhängen, um die Serviceintervalle zu strecken. Deshalb ist eine Kontrolle der Laufleistung besonders wichtig. Der monumentale Motor krankt bei Vernachlässigung vor allem an rasselnden Steuerketten. Die von der rechten Einlassnockenwelle betriebene Vakuumpumpe für das Bremsservo ist ein Sicherheitsrisiko  für die Steuerkette, weil sich ein Bauteil lösen kann.

Nicht besonders standfest sind die Einscheibenkupplungen bis zum 400i, der Ferrari 412 hat ab 1986 die Zweischeibenversion, welche die 450 Nm Drehmoment sicher überträgt. Die GM 400-Automatik ist problemlos.

Preise

Ein Ferrari 412 in Zustand 2 steht bei classic-tax mit 58.000 Euro in der Liste. Mäßige Fahrzeuge liegen bei etwa 20.000 Euro. Der 365 GT4/2+2 kostet 50.000/18.000 Euro, der 400i bei 45.000/16.000 Euro.

Bei Einführung 1973 (Ferrari 365 GT4/2+2)
89.675 Mark
Bei Produktionsende 1989 (Ferrari 412)
205.200 Mark

Ersatzteile

So verlockend die durchweg günstigen Auktions- und Einkaufspreise für die 400er-Modellreihe von Ferrari auch sein mögen (brauchbare Autos gibt es schon für 25.000 Euro) -  so abschreckend sind die Ersatzteilpreise. Eine komplette Auspuffanlage kostet 4.500 Euro,  ein Satz TRX-Reifen schlägt mit 2.500 Euro zu Buche. Und eine große Inspektion wird mit 4.000 Euro veranschlagt. Selbst wenn nichts Ernstes kaputtgeht, ist Ferrari fahren teuer. 

Schwachpunkte

  1. Bild zeigt den Nachfolger Ferrari 456 --- Gitterrahmen (Unfallschäden)
  2. Kot ügel vorn an der A-Säule
  3. Türen, Schweller, Radläufe
  4. Front- und Heckscheibenrahmen
  5. Ventilspiel alle 20.000 km
  6. Vakuumpumpe (Bremsservo)
  7. Steuerketten, Führungen
  8. Einscheiben-Kupplung
  9. Bosch K-Jetronic ab 400i
  10. Weber-Doppelvergaser (Synch.)
Ferrari 456

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Der souveräne Frontmotor-Ferrari mit klassischem Colombo-V12 zeigt sich mechanisch bei regelmäßiger Wartung weit robuster, als man denkt. Auch die Karosseriequalität überzeugt bis auf einige Schwachstellen.

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