Kaufberatung Mazda 3 oder Mazda 6

Welche Limousine ist die bessere Wahl?

Mazda 3, Mazda 6, Frontansicht Foto: Beate Jeske 18 Bilder

Mazda bietet den neuen Dreier als Limousine wieder mit Dieselmotor an – und macht damit dem gleich motorisierten, größeren Sechser Konkurrenz. Ist er gar die bessere Wahl?

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Mit einer klassischen Limousine erhöhte Aufmerksamkeit erzielen – das ist bei deutschen Autofahrern selbst in der bürgerlichen Mittelklasse längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Mazda hat es letztes Jahr mit dem Sechser dank einer gelungenen, fast schon coupéartigen Formgebung dennoch geschafft.

Wen das zum Händler lockt, der macht dort eine interessante Entdeckung: Auch den neuen Dreier gibt es mit Stufenheck. Nur 4,58 Meter lang, ist er viel kompakter als der Sechser (4,87 Meter), aber optisch und technisch eng verwandt sowie mit kultiviertem Euro-6-Diesel mit 150 PS und ähnlicher Ausstattung stolze 5.600 Euro günstiger.

Mazda 3 mit besserem Infotainment

Ist der Mazda 6 den Mehrpreis tatsächlich wert? Stattlicher und mit längerem Heck auch eleganter im Auftritt, bietet er zudem mit 489 Litern ein ordentliches Ladevolumen, das beim Dreier (419 Liter) etwas knapp ausfällt. Im Fond haben die Beine durch den 13 Zentimeter längeren Radstand mehr Spielraum, aber im Dreier geht es hier auch nicht allzu eng zu.

Im Cockpit ist die Mazda-DNA hier wie dort unverkennbar, wobei der Fahrer im Mazda 6 auf drei Rundinstrumente blickt, im Mazda 3 nur auf eines. Einen Dreh-Drück-Steller für den Touchscreen haben beide, doch beim Infotainment hat der Kleinere und Jüngere die Nase vorn – mit größerem Display (7 statt 5,8 Zoll) und Online-Anbindung per Smartphone. Das Navi ist etwas teurer (600 statt 500 Euro), aber nicht wie beim Mazda 6 an den Kauf des Touring-Pakets mit Spurwechselwarner, Parksensoren und Sitzheizung (900 Euro, beim Sechser 1.000 Euro) gekoppelt. Auch Xenon-Licht gibt es bei beiden jeweils nur im Paket, im Dreier aber um die Hälfte günstiger.

Wem moderne Assistenzsysteme wichtig sind, der ist mit dem Mazda 3 ebenfalls besser dran. So gibt es hier die adaptive Geschwindigkeitsregelung zwar nur im Technik-Paket (1.650 Euro) zusammen mit der Sports-Line-Version für weitere 3.000 Euro, wo unter vielem anderen exklusiv ein Head-up-Display an Bord ist. Aber damit kostet er immer noch weniger als der Mazda 6, bei dem der radargestützte Tempomat für den 150-PS-Diesel gar nicht zu haben ist.

Dieser Selbstzünder überzeugt hier wie dort mit guten Manieren, druckvollem Antritt und niedrigem Verbrauch. Der Mazda 3 münzt seine Kompaktheit in geringfügig bessere Fahrleistungen um, ohne im Alltag wesentlich flotter zu sein. Obwohl im Normzyklus mit nur 3,9 l/100 km sehr genügsam, kann er den Sechser nicht unterbieten. Das Bremsenergie-Rückgewinnungssystem E-iLoop bleibt ihm vorbehalten.

Dreier Limousine ist deutlich günstiger

Was spricht dann noch für die größere Limousine? Der Fahrkomfort. Trotz der ebenfalls straffen Abstimmung dringen Stöße seltener bis zu den Passagieren vor. Und – viel wichtiger – das treffsicher und weich agierende Sechsstufen- Automatikgetriebe (1.800 Euro) in Verbindung mit dem Selbstzünder bleibt bei den Limousinen dem Sechser vorbehalten.

Die neue Dreier Limousine muss sich vor dem eleganten Sechser nicht verstecken. Fond und Gepäckraum fallen zwar etwas beengter aus, doch bei Infotainment und Assistenzsystemen hat der Dreier sogar die Nase vorn und ist deutlich günstiger. Für den Sechser spricht vor allem die Kombinationsmöglichkeit des kultivierten Diesel mit dem fein abgestimmten Automatikgetriebe.

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