Mercedes C-Klasse Kaufberatung

Die ideale C-Klasse

Mercedes C-Klasse, Kaufberatung, Modellvarianten Foto: Hans-Dieter Seufert 32 Bilder

Schwerer als die Entscheidung für die neue Mercedes-Mittelklasse fällt die Antwort auf die Frage: Welches Modell nehmen? Denn neben aktuell acht Motorvarianten stehen Automatikgetriebe und 4Matic, vier Ausstattungslinien sowie zahlreiche Extras zur Wahl. Wir helfen, die passende Kombination für jeden Geschmack und Geldbeutel zu finden.

Mercedes C-Klasse - Ausstattung: Alles ist machbar

Von Abstandsregeltempomat bis zu Zierelementen in Holz reicht das Angebot, das dem der S-Klasse kaum nachsteht. Besonders zahlreich: Sicherheits- und Komfortextras. Obwohl bereits bei der günstigsten Mercedes C-Klasse für 33.558 Euro (C 180) alles Wichtige an Bord ist, verlässt wohl kein Neuwagen ohne Extras das Werk. So greifen die meisten Kunden statt zur einfachen Basisversion zu einer der drei Lines (Avantgarde, Exclusive, AMG), die hier erstmals getrennt nach Exterieur und Interieur geordert und kombiniert werden können. Abgesehen von spezifischen Sitzen und Bezügen sowie größeren Alurädern besteht ihr Mehrwert allerdings überwiegend aus diversem Zierrat und Variationen des Frontdesigns.

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Echten Nutzwert bei der Mercedes C-Klasse bieten dagegen Optionen wie die lichtstarken LED-Scheinwerfer (1.029 Euro) oder das LED Intelligent Light System (1.726 Euro) mit variabler Lichtverteilung, aktivem Kurvenlicht und dynamischer Leuchtweitenregulierung, das sich noch um den adaptiven Fernlicht-Assistenten (plus 119 Euro) erweitern lässt. Ebenso empfehlenswert sind die Sitzheizung vorn (387 Euro) – bei Lederbezügen (ab 1.416 Euro) am besten mit zusätzlicher Belüftung (1.285 Euro) –, das Sitzkomfortpaket (238 Euro) mit elektrisch-pneumatischer Lordosenstütze und verstellbarer Oberschenkelauflage sowie die in drei Teilen klappbare Fondsitzlehne (345 Euro).

Hilfe beim Rangieren verspricht der aktive Parkassistent (869 Euro), der vor Hindernissen im Front- und Heckbereich warnt sowie selbsttätig in Lücken lenkt und bremst (bei Automatikgetriebe). Für optimalen Überblick sorgen das Parkpaket mit zusätzlicher Rückfahr- und Rundumkamera (1.607 Euro). Des Weiteren machen zahlreiche Elektroniksysteme das Autofahren in der Mercedes C-Klasse komfortabler und sicherer – allen voran das Fahrerassistenzpaket plus (2.499 Euro) mit Abstandsregeltempomat, Kreuzungs-, Totwinkel- und Spurhalte-Unterstützung sowie das neue, hilfreiche Head-up-Display (1.178 Euro), das wichtige Informationen auf Augenhöhe in die Frontscheibe einspiegelt.

Drei Optionen des komplexen Multimedia-Angebots in der Mercedes C-Klasse verdienen hier noch einen Kommentar: Angesichts der überzeugenden Serienabstimmung sind das Sportfahrwerk mit Tieferlegung (405 Euro) und die Luftfederung Airmatic (1.416 Euro) entbehrlich, die 60 Euro für den größeren Tank (66 statt 41 Liter) aber sehr gut angelegt.

Antrieb: Bluetec Hybrid statt V6-Diesel

Speziell die Ottomotoren wurden sparsamer, doch die Hybridisierung senkt auch beim Top-Diesel Verbrauch und CO2-Ausstoß. Für Genießer gibt es einen Biturbo-V6-Benziner in der Mercedes C-Klasse.

Die dreistellige Modellziffer als Indikator für den Hubraum ist passé, unter der Haube des Basismodells C 180 arbeitet bereits seit 2012 ein 1,6-Liter-Vierzylinder. Der kommt dank Turboaufladung auf 156 PS und 250 Nm, beschleunigt in 8,2 Sekunden von null auf 100 km/h und schafft Tempo 225, wirkt aber etwas zäh und verführt zu regem Gebrauch des erfreulich präzisen Sechsganggetriebes. Trotzdem: ein faires Angebot.

Immerhin kostet der Zweiliter-Benziner im C 200 mit 184 PS ausstattungsbereinigt rund 2.500 Euro mehr, bringt dafür nur geringfügig bessere Fahrleistungen und Laufkultur. Subjektiv spricht der gleich große, jedoch 27 PS und 50 Nm stärkere Motor im C 250 spürbar spontaner an und verbraucht nach NEFZ-Norm genauso wenig Sprit. Zudem arbeitet die hier serienmäßige Siebenstufenautomatik wegen der größeren Kraftreserven gelassener.

Mehr noch gilt das natürlich für den einzigen Sechszylinder in der Mercedes C-Klasse, der seine üppigen 333 PS und 480 Nm mit sonorem Sound und mächtigem Bums unter Beweis stellt. In Kombination mit der 7G-Tronic und dem Allradantrieb 4Matic (ab Herbst auch für C 220/250 Bluetec) beherrscht der C 400 entspannte, zügig absolvierte Langstrecken ebenso wie sportlich-engagierte Kurvenfahrt. Ein Kraftpaket für Genießer, jedoch nicht gerade ein Ecomobil.

Diesen Part soll künftig der C 300 Bluetec Hybrid spielen – ähnlich stark und teuer wie der bisherige Dreiliter-V6-Diesel der Mercedes C-Klasse, aber mit 3,6 Litern Normverbrauch gerade halb so durstig. Die 20 kW des zusätzlichen Elektromotors reichen nicht nur zum lautlosen, emissionsfreien Rangieren, sondern unterstützen den mit 204 PS stärksten Vierzylinder-Diesel auch sehr nachdrücklich beim Anfahren und Beschleunigen.

Wirklich nötig hat er es nicht, denn bereits im normalen C 250 Bluetec mangelt es dem wuchtigen Biturbo-Diesel mit seinen 500 Nm eher an akustischer Zurückhaltung als an Durchzug. Wie im prinzipiell gleichen, aber 100 Nm schwächeren C 220 Bluetec versteht es die weich schaltende Automatik geschickt, den Motor im Bereich des maximalen Drehmoments zu halten, nimmt sich allerdings fürs Zurückschalten bei Kickdown einen Augenblick Bedenkzeit.

Ganz neu an der Selbstzünder-Basis ist ab Herbst ein 1,6-Liter-Vierzylinder in der Mercedes C-Klasse mit nur einem Turbolader in zwei Leistungsstufen (115 und 136 PS). Selbst die stärkere Variante im C 200 Bluetec erinnert noch ein wenig an die alte Diesel-Gemütlichkeit, arbeitet aber angenehm kultiviert und deutlich sparsamer als der 2,1-Liter-Vorgänger. Nicht zu vergessen: Wie bei allen Bluetec-Varianten liegt der CO2-Ausstoß unter 110 g/km.

Kosten: Ab wann lohnt sich der Diesel?

Bis etwa 20.000 Kilometer pro Jahr fährt man mit einem vergleichbar starken Benziner in der Regel günstiger. Die relativ stärkere Verbrauchssenkung der Ottomotoren bei Einführung der neuen Mercedes C-Klasse und die Annäherung der Kraftstoffpreise beeinflussen auch die Kostenrechnung. Hat sich der Kauf einer in der Leistung vergleichbaren Dieselversion früher oft schon ab einer Jahresfahrleistung von 10.000 bis 15.000 Kilometern gelohnt, ist dies heute erst ab etwa 20.000 Kilometern der Fall. Neben dem kräftigen Preisaufschlag bei Anschaffung und Kfz-Steuern belasten höhere Versicherungsprämien und Wartungskosten zusätzlich die Gesamtbilanz für die Bluetec-Modelle.

Privatkunden bietet die Mercedes-Benz Bank neben dem inzwischen sehr populären Leasing und dem konventionellen Ratenkredit mit relativ hohen Monatszahlungen, bei dem das Auto, Mercedes C-Klasse, am Ende der Laufzeit aber dem Kunden gehört, alternativ eine sogenannte Plus3-Finanzierung an. Sie operiert mit günstigen Einzelraten, sieht jedoch eine hohe Schlussrate vor, die mit der Rückgabe des Wagens an die Bank getilgt ist. Will man diesen behalten und erwerben, kann man die Summe nach Ablauf der Vertragsdauer direkt bezahlen oder per Anschlusskredit finanzieren.

Fazit

Mit der neuen Mercedes C-Klasse setzt Mercedes Bestmarken bei Komfort, Qualität, Sicherheit und Verbrauch, hat auch bei der Fahrdynamik und Modellvielfalt weiter zugelegt. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet der Einstiegs-Benziner C 180 mit wenigen, nützlichen Extras. Als harmonischer, sparsamer Allrounder für Vielfahrer empfiehlt sich der C 220 Bluetec mit Automatikgetriebe, der jedoch mit den gängigen Optionen schnell bei 50.000 Euro liegt. Dafür gibt es allerdings eine Mittelklasse-Limousine, die sowohl in der Fahrkultur wie bei Assistenz- und Multimedia-Systemen der Oberklasse sehr nahekommt.

Neuester Kommentar

Hier ist Mercedes ein guter Wurf gelungen, gemessen an der alten C-Klasse der BR204 ist es hier durchaus gelungen, ein schon sehr gutes Auto in vielen Dingen weiter zu verbessern, natürlich auch hier wieder in Verbindung mit der doch ziemlich langen Liste der zubuchbaren Optionen. Zuerst mal sei erwähnt, dass man hier bei der Basislinie weniger Abtriche als bisher hinnehmen muss, der Zwang zur höheren Ausstattungslinie ist hier nicht mehr so groß als bei dem Vorgänger. Dennoch wird man sicherlich schnell zu Avantgarde oder Exclusive gehen, um ein paar Annehmlichkeiten dieser Optionen mitzunehmen, weil die Optionen einzeln dann auch schnell den Paketpreis erreichen oder nicht separat zu bekommen sind. Mit der AMG-Line wird dann auch dem sportlich orientierten Käufer ein nettes Paket geliefert, ohne das Auto gleich zum "Proleten" zu verschandeln.
Die Haptik ist sehr gut, anfangs vermisst man als Umsteiger sicherlich die Bedienelemente des Audio- und Telefonsystems, wenn man sich dann mit dem Bedienkonzept angefreundet hat, wird diese Änderung weniger schwer ins Gewicht fallen, man muss am Anfang eben suchen, wohin die Funktionen gewandert sind. Der aufgesetzte Bildschirm war 2014 der Grund, mir einen der letzten 204er zu kaufen, zumal der 220d gegenüber dem Vorgänger 220CDI jetzt keine so essentiell größeren Vorteile hatte, die kamen m.E. erst mit dem 9-G-Tronic, und dem damit endlich sehr harmonischen Zusammenspiel von Motor und Getriebe. Gut, 4 jahre später und mit der Erkenntnis, dass auch nach der Modellpflege dieser Bildschirm dort bleiben wird, wurde dann doch ein 205er gekauft und bisher nicht bereut.
Die Aufpreispolitik wurde zwar weiter verfeinert, sprich, die most wanted Features, die teilweise beim Vorgänger noch inklusive waren, wanderten teilweise in die Aufpreisliste, dort dann auch noch stellenweise in Pakete, so dass die Buchung einzeln gar nicht mehr möglich war. Mehr als einmal kam da die Frage auf, ob man das Feature bisher wirklich so nutzte, dass es unverzichtbar ist, oder ob man den Verlust verschmerzen kann. In den meisten Fällen trifft ersteres zu, also eine exzellente Strategie der Kaufleute, denn um diesen Umstand bereinigt, kostet das Auto dann doch deutlich mehr als der Vorgänger.
Die Assistenzsysteme funktionieren insgesamt ganz gut, bis auf eines, das im Comand integriert ist, nämlich der Verkehrzeichenerkennung, diese hat eine vergleichsweise unsinnige Erkennung von Schildern, die nichts mit der Straße zu tun haben. Fährt man nun z.B. auf der B14 von Stuttgart Richtung Aalen, sind an einigen Ausfahrten Tempolimits, die man dann auch eingeblendet bekommt, obwohl man diese Ausfahrt gar nicht benutzt hat, gepaart mit dem Wissen, dass da überall die Blitzer stehen, wird man als Ortsunkundiger schnell zum Verkehrshindernis, weil man dann nicht sicher ist, ob man da irgendwo ein Schild übersehen hatte. Das passiert relativ häufig, gefühlt hat das System eine Fehlerquote von gut einem Drittel und die Erkennung wird man dann wohl irgendwann abschalten, weil man eigentlich mehr aufpassen muss als ohne. Dass man dann auch keine Möglichkeit hat, einen Warner für zu hohe Geschwindigkeiten zu aktivieren, wie es beim Becker im Vorgänger noch möglich war, dürfte dann wohl eher ein Segen sein.
Insgesamt erhält man aber dennoch mit dem 205er ein Fahrzeug, das sich vor den Mitbewerbern aus Ingolstadt und München nicht verstecken muss, hier ist man endlich wieder auf Höhe der Zeit angekommen, zumindest gefühlt, muss man nicht mehr neidisch zu den beiden anderen blicken, sicher hat jeder Hersteller im Detail das eine oder andere besser gelöst, aber das verteilt sich jetzt wieder gleichmäßiger.

CdFcool 15. Juli 2018, 11:10 Uhr
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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